Samstag, 2. Januar 2010

Rückblick 2009

Aus dem Silvesterlauf ist leider nix geworden, da ich den Jahreswechel in Dresden verbracht habe. Stattdessen wurde wieder fleißig trainiert. Das Jahr 2009 in Zahlen:
  • neue Bestzeit Marathon: 3:12:14 (-14:04 min)
  • neue Bestzeit 10 km: 38:17 (-3:01 min)
  • 4 Top-Ten-Platzierungen
  • 3 Marathons unter 3h 30min gelaufen
  • Platz 4 in der Stadtrangliste (HK)
  • max. 120 km pro Woche
  • 3366 Laufkilometer
Die Grundlage für die Zeiten ist natürlich ein ausgewogenes und regelmäßiges Training. Über das ganze Jahr hinweg konnte ich ohne Verletzungen und längerandauernde Krankheiten trainieren.

Die Ziele für 2010 aus sportlicher Sicht:
  • Marathon unter 3 Stunden
  • 10 km unter 36:30 Minuten
  • Fockeberglauf unter 48 Minuten
  • Glockenturmlauf unter 47 Minuten
  • gesund bleiben :)
Alles Weitere plane ich erst gar nicht. :) Entscheidende Schritte finden in diesem Jahr eher abseits der ambitionierten Latscherei statt. Es wird auf jeden Fall spannend!

Dienstag, 15. Dezember 2009

Neulich im Laufladen ...

... gewesen um Schuhe zu kaufen. :) Schuhe müssen ja nicht nur zum Outfit, sondern auch zum Fuß und zur Strecke passen. Nachdem ich ja seit jeher nur Laufschuhe mit Stütze tragen konnte, kam diesmal eine kleine Wendung zum Positiven. Sowohl das Laufgefühl im Neutralschuh, als auch die Beobachtung der freundlichen Verkäuferin, welche mir erst vor Kurzem Etonic Kendari "vermittelt" hat, mündeten in neuen neutralen Tretern.

Auch wenn es vielleicht (noch) keine Revolution darstellt, so ist es doch ein kleiner Fingerzeig in die richtige Richtung. Das Kraftausdauertraining passt wohl gut ins Konzept. Besonders die Abduktoren hab ich in diesem Zusammenhang unter Verdacht.


Letzten Samstag hab ich mir noch 'ne Runde um den Zwenkauer See gegönnt. Als krönenden Abschluss der Training-frei-Schnauze-Phase. War schon 'ne kuriose Runde. Hier die Kurzfassung in Stichpunktform:
  • gesamt: 38 km in 6:39 min/km
  • nasse Füße ab KM 5
  • vollständiges Eintauchen der Füße in Schlamm KM 26 bis 28
  • leichtes Schneetreiben ab KM 29
  • 3 Rehe, 5 Hasen gesehen
  • 4 kurze Gehpausen
  • zweimal über 'nen Zaun klettern, da Weg unpassierbar
  • eine Klettenattacke
  • KM 32 bis 38 ohne jegliche Problem in 5:30 min/km
Jetzt geht's aber nach Frank Hennigs Trainingsplan bis zum LM. Im Februar wird sich dann entscheiden, ob 42,x oder 21,x Kilometer. Da in Rostock und Frankfurt die volle Distanz auf dem Plan stehen, entscheidet der Trainingszustand.

Abschluss für 2009 wird der Silvesterlauf. Ich freu mich drauf!

Samstag, 14. November 2009

2009 - kurzes Fazit

Mit dem Auewaldlauf ist es nun vollbracht. Die Wettkämpfe für 2009 sind absolviert. Dabei kann sich die abschließende 20 km - Zeit durchaus sehen lassen. 1:19:25 stehen in der Ergebnisliste. Nach erneut schneller erster Hälfte blieb mir ein massiver Einbruch zum Glück erspart, wobei gerade KM 14 bis 19 doch sehr hart waren.

oben: ein Bild von waldläufer geschossen, danke!

Am Ende hat es aber dennoch für meine beiden Ziele gereicht. Sowohl die Top-Zwanzig mit Platz 12 in der Gesamtwertung, als auch eine Gesamtzeit unter 1:20:00. Das sind zwei Sub40 direkt hintereinander, wer hätte das vor einem Jahr schon geglaubt? :)


Der entscheidende Schritt für diese Ergebnisse war wohl der Beitritt zum SC DHfK. Auch wenn sich eigentlich nicht allzuviel geändert hat, so war ich aber immer motiviert bei der Sache. Ein ernster Blick vom Trainer wirkt da zum Teil Wunder. :)
Besonderer Dank gilt aber auch den eXanern und weiteren bekannten Gesichtern aus der Stadtrangliste. So ein gewisses WIR-Gefühl läuft immer mit und dadurch wird ein guter Lauf erst so richtig geil.

Ziele fürs nächste Jahr, gibt's erst 2010. Die nächsten Wochen werden zeigen, wo die Reise hingeht. Von Winterschlaf kann keine Rede sein ...

Samstag, 7. November 2009

Nach Frankfurt kommt die Form

Frankfurt war ein großes Erlebnis und nun kommt auch die gute Form. Ich kann den Frankfurt Marathon als Trainingslauf nur weiterempfehlen!!! Tapering war gestern ... :)

Zum Glück verpufft das Ganze jetzt nicht in zahlreichen einsamen Trainingseinheiten sondern kann genutzt werden:

  • Stadtmeisterschaften Cross (10 km)
  • Fockeberglauf (12 km)
  • Auewaldlauf (20 km)
Stadtmeisterschaften und Fockeberglauf liefen schon mal perfekt. Ganz unvoreingenommen und mit desolaten Bestzeiten der vergangenen Läufe kann man auch mal mit dem Feuer spielen. Munter drauf los laufen und schauen was passiert. Schön vorne mitlaufen und viel wichtiger: vorne starten! Der Forerunner wird erstmal nur im Training genutzt zur Aufzeichnung der Daten genutzt. Während des Trainings entscheidet der Körper. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
  • 10km-Cross: 39:49 min, Platz 5 gesamt, Platz 3 AK
  • Fockeberglauf: 48:57 min, Platz 8 gesamt, Platz 3 AK

Beim Auewaldlauf nächstes Wochenende findet dann mein letzter Wettkampf des Jahres statt. Mal sehen, was die Beine hergeben. :)


Beim Training liegt mein Schwerpunkt nun in der allgemeinen Fitness. Die letzte Woche hab ich damit begonnen und beim Fockeberg live miterleben und spüren können wo der Körper gerade beim schnellen Laufen beansprucht wird. Victor Röthlin hat Recht!



Montag, 26. Oktober 2009

03:12:14 - neue PB und ein herrlicher Saisonabschluss

Das Laufjahr 2009 ist nun fast vorbei und das ist wohl auch gut so. Laufen nur nach Lust und Laune steht jetzt bis Mitte Januar auf dem Programm. Das wird schön.

Der Frankfurt-Marathon war aber ein besonders schönes Erlebnis. Großen Dank gilt an dieser Stelle Peter Schütze und der LG eXa für die hervorragende Organisation des Wochenendes. Ein Rundum-Sorglos-Paket das seinesgleichen sucht. Ich vermute ja, dass da selbst bei der Zeitumstellung nachgeholfen wurde, damit man noch ein Stündchen länger schlafen kann. Womit ich beim Thema Übernachtung bin. Ich hatte wohl großes Losglück, oder besser gesagt die Anderen. Ich konnte gemütlich im Einzelzimmer vor mich hin schnarchen (Wahrscheinlichkeit fürs Schnarchen ca. 40 %) und mich richtig breit machen.
In den insgesamt 12 Jahren als Sportler gab es immer nur Jugendherbergen und Billighotels. Wenn man dann im Bad mit Vollausstattung steht, kommt dieses "Nun-hab-ich's-endgültig-geschafft"-Gefühl auf. Jetzt nicht abheben - das führt beim Marathon zur Disqualifikation. :)
Am Sonntagmorgen ein kleines Frühstück und ein 20 minütiger Spaziergang durch Mainhattan. Wunderbar lehr und hervorragende Bedingungen fürs Laufen. Mit kreativem Fahren und Eigeninitiative seitens Peter Schütze ging es dann schön gemütlich zum Messegelände. Was für ein Service ...

Am Start schlug dann die harte Realität zurück. Kein Reinkommen in den Startblock. Der Commerzbank-Block geht bis zu meiner Angangszielzeit 3:15, aber reingekommen in den Block bin ich letztendlich kurz vor dem 4:00 h Orientierungsläufer. Na das kann ja was werden. Rund 6 Minuten nach dem Startschuss war die Startlinie überquert und es ging recht gut los. Immer schön am rechten Straßenrand entlang und an der Menschenmasse langsam vorbei. Der ein oder andere zusätzliche Höhenmeter ergab sich dann doch durch das permanente Bordsteinspringen. Das könnte sich später rächen. Immer in meiner Nähe eine Staffelläuferin die sich ebenfalls ihren Weg durch die Meute bahnte. Nach 2 Kilometern hab ich dann mal nach ihrer Zielgeschwindigkeit gefragt und siehe da: 4:30 min/km. Also ging's gemeinsam bis zum ersten Wechselpunkt der Staffelläufer. Die Kombination war sehr praktisch. Ich hatte den Weitblick durch meine Körpergröße und wenn es keine freie Bahn gab, dann hat Sie sich charmant den Weg freigemacht und ich bin hinterher. So vergingen die ersten 10 km mit 4:33 min/km. An sich vollkommen im Plan und mit Blick auf das Zick-Zack-Laufen, regelmäßiges Abbremsen und Beschleunigen und kleinen Crosseinlagen am Streckenrand vielleicht schon fast zuviel. Körpergefühl und Puls sind aber voll im grünen Bereich. Den letzten Kilometer vor der ersten Wechselstelle ist sie dann planmäßig davon gezischt. Meine Kurzarbeitsstelle als Zeitläufer war hiermit erfolgreich beendet.

Die nächsten Kilometer vergehen ohne Probleme und Anmerkungen der Redaktion. Bei Kilometer 15 wollte ich mir den ersten Chemiecocktail einwerfen und das ging dann schneller als erwartet. Keine Ahnung in was ich an dieser Stelle getreten bin, auf jedem Fall hatte ich in 'ner Zehntelsekunde den kompletten Inhalt der Gelpackung in der Speiseröhre. In der Formel 1 geht's wohl auch nicht schneller. Zudem kam der versprochene Verpflegungsstand auch noch etliche Meter später als geplant. Für den Rest der Strecke sollten mich ab sofort leichte Magenprobleme begleiten. Mal mehr, mal weniger schlimm, aber bis km 34 ohne Unterlass. Die Zwischenzeiten stimmen aber weiterhin. Richtig unangenehm wurde es zwischen Kilometer 25 und 32. Zusammen mit der inzwischen kräftigen Sonne hatte ich dann erhebliche Probleme. Nix mit Mann mit dem Hammer, aber ein Drücken in der Magengegend ... Das Tempo aber weiterhin im Soll. Für die geplante Tempoverschärfung fehlte schlicht die Kraft in den Beinen. Ob es an dem Herumgehoppel auf den ersten Kilometern lag, oder mir die Wärme zu schaffen machte kann ich nicht beurteilen, aber Kilometersplitts knapp über 4:45 min sind noch ganz in Ordnung. Wenn ich da an Rostock denke ... :D

Der Zieleinlauf war dann aber Entschädigung genug. Die zahlreichen gut gelaunten Zuschauer haben mich regelrecht ins Ziel getragen. Der Einlauf in die Festhalle hatte schon was für sich. Ein wenig irritiert war ich von einem Läufer direkt vor mir, der die letzten 2 Kilometer fast durchgehend in Jubelpose rumgeirrt ist.


Am Ende steht die neue PB mit 3:12:14 auf der Habenseite. Zwar weniger als erhofft, jedoch wesentlich mehr als das heimliche Minimalziel unter 3:15:00 zu bleiben. Dass da noch einiges geht, zeigt mir zum Beispiel der Durchschnittspuls, der mit 161 für meine Verhältnisse sehr gering ist. 165 bis 170 wäre "normal" gewesen. Vom Mann mit dem Abrisswerkzeug habe ich nix wahrgenommen. Die Kilometerumfänge bringen in dieser Hinsicht also schon was. Für die Vorbereitung auf Leipzig werde ich weniger Kilometer laufen, dafür aber mehr profilierte Strecken integrieren. Das hat im Sommer schon sehr gut geklappt. Jetzt wird erst einmal regeneriert...


Überschattet wird für mich diese Wochenende vom Tod von Carsten Gless, Jugendtrainer beim VCL. Ein Mann der mit sehr viel Herzblut und Eigeninitiative dem sächsischen Jugendvolleyball, insbesondere hier in Leipzig seit Jahrzehnten vorangetrieben hat. Abseits der Bundesliga sieht es in den "Randsportarten" von öffentlicher Unterstützung sehr mau aus.