Sonntag, 5. Februar 2012

Positive Vibration at -15 °C

Die passende Musik zur traumhaften Winterlandschaft im Leipziger Auewald könnte durchaus sibirische Volkslieder sein. Ich habe dann aber doch lieber auf Raggaemusik zurückgegriffen. Bob Marley und Schnee passt doch sehr gut zusammen - in vielerlei Hinsicht.

Beim Winterlauf gab es einen schönen und erfolgreichen Start in die Stadtranglistensaison 2012. Bei perfekter Renneinteilung reichte es für eine 35:20 min über die nicht ganz 10 km. Der dritte Platz in der MHK-Wertung wurde dann auch noch mit 19 Punkten in der Stadtranglistenwertung belohnt. Diese 19 Punkte könnten dieses Jahr sehr wichtig sein, schließlich wird diese Saison in der MHK schwerer als je zuvor. Solange die Form stimmt, soll es erstmal egal sein. Der nächste Wettkampf soll der Mazdalauf werden. Der Fockeberglauf muss aufgrund des ungünstigen Termins leider ohne mich stattfinden.

Die derzeitigen Temperaturen haben mich dazu bewogen unter der Woche schön brav auf dem Laufband zu trainieren. Anstelle draußen im Dunkeln in der Kälte zu laufen, erlebe ich somit täglich einen Wärmestau um Kopf und Oberkörper. Damit sind zwar die Wochenumfänge unter den magischen 100 km, dafür stimmt aber die Intensität des Trainings. An den Wochenenden geht es dann aber wie gewohnt raus in die Natur.

Jetzt heisst es Geduld bewahren und auf den Frühling hinarbeiten. Derzeit schaut alles ganz gut aus.

Dienstag, 24. Januar 2012

Jahresauftakt 2012: Mission 3000

Der inzwischen schon als traditionell zu bezeichnende Saisonstart ins Jahr 2012 über 3000 m in der Halle fand dieses Jahr wieder bei den Landesmeisterschaften in Chemnitz statt. Zusammen mit dem kompletten weiblichen Starterfeld ging's mit Zug und Bus in die Maschinenbaumetropole des sächsischen Südens.

Im überschaulichen Starterfeld (6 überquerten die Startlinie, 5 auch gleich noch die Ziellinie) ging es im geordneten Tempo ums Oval. Unter 10 min sollte es schon werden, der Rest ergibt sich. Ich reihte mich schnell auf der 5. Position des Feldes ein und siehe da, es ist wunderbar mal ohne Mütze zu laufen. Beim viel zu hohen Anfangstempo wedelten die Haare durch die Luft und der Fahrtwind streichelte die leicht bekleideten Beine ... ich will Frühling!

Immer schön dem Paul hinterher, der im Bereich von 9:30 landen wollte. Nach ungefähr der Hälfte der Strecke bekam er aber mächtig Probleme. Als ich nun auch noch zum Überholen ansetzte war bei ihm die Anspannung gänzlich raus. Wie ich mir im Anschluss sagen lassen musste, verschwand er umgehend in Richtung Keramiklandschaft ... sehr schade, aber das Jahr ist ja noch lang.

Bei mir war von nennenswerten Problemen nichts zu spüren. Halt das Übliche auf den kurzen Strecken: man hechelt nach Luft, die Beine werden schwer, nicht in die blöden Hütchen im Inneren der Bahn zu laufen wird immer schwerer. Kurz vor Schluss dann noch von allen drei vor mir Laufenden überrundet wurden, aber noch schön das eigene Leid ins Ziel gesteigert. Die Zeit für einen Freizeithamster wie mich wunderbar: 9:45.98!

Im Vergleich zum Vorjahr somit jeden Kilometer 5 sec schneller unterwegs gewesen. Wenn wir jetzt mal von einer linearen Entwicklung ausgehen würden ... Olympia 2020 kann kommen!!!  :D


Das am Ende "nur" der vierte Platz rauskam ist gerechtfertigt. Sonst könnte ja jeder Landesmeister werden. Meine Fahrgemeinschaft ist auch gut über die Strecke gekommen und hat den kompletten Medalliensatz geholt. Somit war es ein gelungenes Wochenende.

Nächster öffentlicher Auftritt: Winterlauf des TSV Wahren.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Winterzeit - die Besinnlichkeit des Grundlagentrainings

Auch die letzten Kilometer in der Stadtrangliste des Jahres 2011 sind nun in den Archiven dieser Welt zu finden. Mich findet man in der MHK-Wertung zwar "nur" auf dem vierten Platz, jedoch voll zufrieden. Neue Bestzeit und ein schöner 5.Platz beim Auewaldlauf. Da kann von Schmerz und Trauer keine Rede sein.

Nun geht sie wieder los - die Vorbereitung auf den Leipzigmarathon. Wie jedes Jahr zur Zeit der Stolle und des Weihnachtsmarkts, der omnipräsenten Dunkelheit bei den Laufeinheiten in der Woche ... es ist aus Sicht des Trainings schon nicht leicht auf Kurs zu bleiben. Im Fokus der Freizeit stehen vielmehr die vielen anderen Dinge, die noch im laufenden Jahr abgearbeitet werden sollen und sollten. Sportlich gewinnt die Terminplanung für das erste halbe Jahr 2012 täglich an Bedeutung, aber auch das wird noch ein wenig dauern. Klar, der Leipzigmarathon ist sogut wie gebucht, nur welche Zeit soll und vor allem kann es werden? 

Die derzeitige Antwort geht in Richtung "unter 2:45 h ist nicht ausgeschlossen". Ob es nun gleich dafür reichen wird, steht noch in den Sternen. Die genaue Marschrichtung wird nicht vor Februar festgelegt. Zuviele Variablen sind bis dahin zu berücksichtigen und es kann ja bekanntlich immer viel passieren - leider ja vor allem im Negativen. Lassen wir uns also einfach überraschen!


Nun wird natürlich nichts aus den Möglichkeiten, wenn nicht weitertrainiert wird. Derzeit ist mein Trainingsplan "höchst individuell". Anders ausgedrückt: selbstgemacht. Ohne jetzt großartig ins Detail zu gehen ein paar Randbemerkungen. Übertriebene Vorsicht, was Intensität und Umfang angeht soll man mir nicht vorwerfen können. Das Motto lautet vielmehr: Ohne Reiz - keine Anpassung! 
Lange laufen schön und gut - 3h Trabpause sind dennoch kein Erfolgsrezept. Bei den schnellen Einheiten darf es auch mal zur Sache gehen. Erfolg wächst ja leider nicht auf Bäumen. :)

Sonntag, 13. November 2011

Saison-Schlussphase

So, die "schnellste Frau vom Dresdenmarathon" meldet sich schon wieder. :) 

Eine schicke Tasche (wahrscheinlich für Schuhe) gab es beim Fockeberglauf. Für 48:14 min eine fantastische Trophäe. Sportlich noch höher einzuschätzen ist aber die LM-Cross in Limbach-Oberfrohna. Auf der sehr stark profilierten Strecke reichte die Kraft für eine traumhafte 35:59 min über die 10 km. Trotz starken Seitenstechens auf den letzten 4 km!!! Langsam nimmt die Formkurve richtig Fahrt auf. 

Mit dem Auewaldlauf nächste Woche ist die Saison aber endlich vorbei. So viel Spaß die Wettkämpfe auch machen - gerade bei guter Form, so sehr freue ich mich aber auch auf die ruhigeren Wochen im Winter. Bis zum Mazdalauf (Flyer hängt bereits an der Pinnwand) soll dann erstmal Ruhe sein - theoretisch.

Praktisch gibt es noch Wintermarathon, Winterlauf und andere interessante Wettkämpfe. Aber erst im nächsten Jahr. Podiumsplatz in der Stadtrangliste wäre schön, liegt aber nicht in meiner Hand. Mal sehen, was die anderen machen. Isch melt misch!

Sonntag, 23. Oktober 2011

On the Road again

Die Bestzeit über den Halbmarathon ist da. Aus "unter 3:40 min/km" sind genau 3:43 min/km geworden. Ziel dennoch erreicht. 1:18:27 h - fast eine Minute schneller als im letzten Jahr, bei zugegeben besseren Bedingungen.
Leider ein wenig zu schnell angegangen, dafür aber die ersten 14 km in einer größeren Gruppe samt der späteren Marathonsiegerin aus Ethiopien unterwegs gewesen. Kleinere Nachlässigkeiten in der letzten Trainingswoche (zu viele Einheiten fielen aus) und eine sehr unruhige Nacht äußerten sich danach in recht deutlichem Kraftverlust. Die Beine wurden zunehmend schwerer. Zwar normal, aber etwas weniger Kampf um Geschwindigkeit wäre schon wünschenswert gewesen. Dennoch ein gutes Ergebnis mit dem ich sehr zufrieden sein kann. Platz 37 von über 2000 männlichen Startern über die HM-Distanz ist schon OK. :)

Die Grundschnelligkeit kommt aber so langsam. Jetzt die 3:43 über HM, eine Woche vorher 3:31 über 10 km bei den SM-Cross - die Richtung stimmt. Das Programm für dieses Jahr sieht noch den Fockeberglauf und den Auewaldlauf vor. Theoretisch könnte ich auch noch bei den sächsischen Meisterschaften im Crosslauf in Limbach-Oberfrohna teilnehmen. Schauen wir mal.