Montag, 12. Oktober 2009

Wochen der Arbeit ...

... mit einem zarten Lächeln im Gesicht liegen jetzt hinter mir. Die Umfänge sind so hoch wie noch nie und das ohne Probleme. Hier mal die letzten Wochen in ner kleinen Grafik:


Im Gegensatz dazu die Vorbereitung auf den Leipzig Marathon:


Gelb ist dabei der Schnitt der letzten vier Wochen und der Unterschied ist recht deutlich. Beim LM war in Trainingswoche 18 jener Wert mit 84 Kilometern fast 30 Kilometer geringer als in dieser Vorberietung. Da ist Einiges in Frankfurt möglich. Dennoch werde ich wohl recht verhalten und die ersten 5 bis 10 km relativ ruhig angehen.

Für Frankfurt stellt sich mir aber noch eine grundlegende Frage. Was werde ich für Verpflegung mit auf die Strecke nehmen? Das Gel von PowerBar scheint ganz gut zu funktionieren, aber so richtig überzeugt bin ich von diesen Chemiecocktails nicht. Doch was gibt es für Alternativen?


Dieses Wochenende hatten meine inzwischen sehr geliebten NB 768er ihren letzten Einsatz. Schade. Aber die Fersen aufgerieben, die Dämpfung platt gemacht und auch sonst schon stark mitgenommen, war es an der Zeit. Nachfolger sind die Etonic Kendari. Sie fühlen sich gerade auf Asphalt sehr gut an. In Frankfurt werden sie wohl mit von der Partie sein. :)

Donnerstag, 17. September 2009

Noch ne kleine Schippe oben drauf

Beim SportScheck-Stadtlauf sollte nochmal was in Sachen 10er-Zeit probiert werden und dementsprechend motiviert gings dann auch auf den Asphalt. Bei wieder einmal gutem Laufwetter, passt. Mit der Pulsuhr bewaffnet ging es im guten Tempo durch den Clara-Park. Am Start nen Tick zu weit hinten, aber das regelt sich schon.
Die Zeit verging wie im Flug, aber die Strecke war noch schneller!
Nach 38:17 min war's vorbei und mir auch ganz schön übel. Aber auch das ging schnell vorbei. Zeit gut, alles gut. :)


Die Jahresplanung ist um ein Highlight reicher: Frankfurt Marathon. :D

Ein Blick auf die Trainingsaufzeichnungen offenbart, dass ich besser im Marathontraining stehe als zum Leipzig Marathon. Die Zielzeit kann also interessant werden. Dennoch will ich einfach nur den Lauf genießen und Spaß haben. Bis dahin werde ich mich aber reichlich quälen. :))

Samstag, 22. August 2009

S40 - m.d.

Sub 40 min - mission done! Bei schönstem Wetter, welches an den Glocknerkönig erinnerte, fand der Tauchsche Stadtlauf statt. Ich war dabei. :)

Gut der Vergleich mit dem Glocknerkönig hinkt ein wenig, schließlich war es beim Stadtlauf über 10 Grad wärmer, aber dieses durchnässte Gefühl beim Start ließ gute Erinnerungen aufkommen. Der Forerunner blieb wie beim Glockenturmlauf am Mittwoch daheim, stattdessen begleitete mich wieder der schlanke, schmale und leichte RS200 von Polar. Nach Gefühl und mit prüfenden Blick aufs Herz komme ich bei Wettkämpfen irgendwie besser klar, als mit den Tempoangaben. Zudem war es ja ein Rundkurs.

Ziel für heute sollte trotz Tempowoche (Mo - 5000 m; Mi - 12 km; Fr - 10 km) sein, eine Zeit unter 40 Minuten zu erreichen. Optimistisch wie man ja manchmal ist also 3 mal 13 Minuten.

Die erste Runde war nach 12:28 min schon vorbei ... ob das gut geht? Der Mittelteil brauchte auch nur 12 :51 min und fühlte sich relativ gut an. Jetzt kommt bestimmt die Quittung, oder etwa doch nicht? Es fühlte sich langsamer an und mehr war partout nicht drinn, aber 13:05 min haben auch für diese Runde gereicht.
Die Endzeit also 38:24 min!!! Erstaunlich, wie gut das Training greift, obwohl die Kilometerumfänge nicht übertrieben hoch sind und das Trainingstempo im Schnitt auch eher zurückhaltend ist. So kanns weiter gehen ...

Beim SportScheck-Stadtlauf kann dann noch befreiter losgeschossen werden und vielleicht sind ja noch ein paar Sekunden drinn. Der Tauchsche Stadlauf kann zumindest vom Organisatorischen her nicht getoppt werden. Für 6 Euro ne offiziell vermessene, schnelle Strecke; Medaillie; Sofortukrunde und keine 2 Stunden nach dem Start sind die Ergebinsse im Netz! Respekt!!!

Sonntag, 16. August 2009

Kürzer treten ...

... also kürzere Wettkampfstrecken laufen. :) Wenn es in diesem Jahr doch noch nen Marathonstart geben soll, dann höchstens in Frankfurt (a.M.). Aber auch nur wenn wieder ne große Delegation aus Leipzig starten sollte. Andernfalls reicht meine Motivation für 42 km nicht aus. Dann doch lieber mal nen Halben (z.B. in Dresden) in Angriff nehmen.

Keine 2 Jahre sind vergangen, seit im vorletzten Jahr die erste Trainingswoche in Richtung Laufen durchlebt wurde. Da sind drei gefinishte (tolles Wort) Marathons wohl ausreichend. Jetzt wird ein wenig an der 10er Zeit gebastelt. Richtig lange Läufe fallen mir bei den derzeitig hohen Temperaturen ohnehin richtig schwer. Wie schön war doch die Zeit im Frühjahr ...

In der Stadtrangliste gibt es in der Gesamtwertung nicht mehr viel zu holen. Platz 1 und 2 sind fest vergeben. Für den dritten Platz kommen auch noch drei weitere Kandidaten in Frage. Mal sehen.

Montag, 10. August 2009

Warnowtunnelmarathon

Der Sommer bietet ja für Freizeitsportler wie mich pausenlos Gelegenheiten zum Austoben. Also jagt ein Highlight das Nächste. Sechs Tage nach dem Triathlon stand ich somit 18:30 in Rostock vor dem Rathaus. It's time to run!

Um mich nicht unnötig zu beunruhigen hab ich mich im Vorfeld nicht genauer mit der Strecke und weiteren Details auseinandergesetzt. Vernünftig durchkommen und gut ist ... bin ja schließlich nicht alleine da.

Mit den Einzelkämpfern über die Marathondistanz starten gleichzeitig die Staffelläufer. So sechs bis acht Läufer pro Team. Hoffentlich liefern die sich keine kleinen Pseudowettrennen mit uns armen "42 km - Freaks" ... Mal schauen was wird!

Der Startschuss fällt und die doch sehr kleine Läuferscharr bricht auf ins Abenteuer. Die Temperaturen sind nicht allzu hoch, es ist bedeckt und die Luftfeuchtigkeit im grünen Bereich. Bis auf die fehlende Energie in den Beinen gibt es keine Ausreden. Vom Neuen Markt geht es auf die lange Straße mit einer 180°-Kehre. Leipziger fühlen sich hier durchaus heimisch. Ganz an der Spitze haben sich vier schnelle Staffelläufer zu einer Gruppe gefunden, kurz dahinter dann der erste "Volle". Auf der kleinen Schleife im Stadthafen sortiert sich das Feld langsam. Die ersten sechs gelaufenen Kilometer lag der Schnitt bei 4:25 min/km. Die Beine signalisieren dabei aber schon, dass am Ende eine wesentlich geringere Pace rauskommen würde. Auf dem Dierkower Damm in Richtung Gehlsdorf streckt sich das Feld immer weiter. Auf hundert Metern laufen höchstens fünf oder sechs Mann. Von Stimmung am Streckenrand ist nix zu spüren. Hier und da mal drei Leute, das war's dann aber auch schon. Bei Kilometer acht geht's nach links ins saftige Grün in Richtung Hafenbecken. Ein wohltuender Anblick der ein wenig Ablenkung verschafft. Das Tempo liegt jetzt knapp über 4:30 - zu hoch um gut durchzukommen aber man darf sich ja auch mal was gönnen!

Schön nah am Wasser entlang durch Gehlsdorf, was nach zwölf Kilometern fürs Erste passiert ist. Auffällig sind die zahlreichen Sanitäter am Streckenrand. Vom Gefühl her wird man alle 1000 m gründlich beobachtet. Hut ab vor dieser Einsatzbereitschaft!

Bis Kilometer 19 plätschert das Rennen so vor sich hin. Der Kilometer braucht nun 4:40 min und nach vorn und hinten sieht man nur zwei Läufer. Am Streckenrand konzentriert sich das Geschehen auf die Wechselpunkte und Sanitäter. Wer also seine Ruhe braucht - auf nach Rostock zum Marathon!

Jetzt kommt endlich das Highlight dieser Veranstaltung, der Warnowtunnel. Jetzt geht's runter ... zumindest in der Theorie. Praktisch war da noch die "kleine" Brücke über die A19. Wenn schon Brücke, dann aber richtig. Nicht das sie so verdammt hoch ist, aber nachdem es so schon ständig auf und ab ging, tat der Anstieg doch weh. Beim Eintauchen in den Tunnel liegt die Halbmarathonzeit bei 1:36:00. Rechnerisch also Kurs auf Bestzeit, real eingeschätzt Kurs auf den Supergau.

Vor dem leistungstechnischen Supergau kam nun aber der verkehrstechnische Supergau. Vor mir zeigt sich am Ende des Tunnels das Ende vom Halbmarathonfeld. Jene sind 20:00 Uhr gestartet, also vor genau sechs Minuten. Ich gebe ja zu, es ist ein geiles Gefühl als Marathonläufer durchs Halbmarathonfeld zu düsen, vorbei an attraktiven Läuferinnen und leicht neidisch guckenden Joggern. Das nützt am Ende aber alles nix und der Hindernisparkur braucht seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Nach dem IGA-Gelände nun das erneute Abtauchen in den Tunnel. 26 Kilometer in genau 2 Stunden bin ich jetzt unterwegs. Während links die Marathonis entgegenkommen, Keuchen sich rechts so einige die Seele aus dem Leib. Was haben die denn heute vor? Sanitäter gibt es ja genug. :)

Die Beine werden jetzt schwerer und schwerer. Bei Kilometer 32 biegt das Halbmarathonfeld ab, während der Marathon geradeaus weiter führt. Wenn da nicht hundert Meter weiter ein Verpflegungsstand gewesen wäre, hätte man denken können, dass der Streckenposten mich verarschen will. Keine Menschenseele auf den nächsten 800 Metern zu sehen!!! Wir haben's jetzt kurz nach Neun, es wird dunkel.

Einsam, erschöpft und unmotiviert im 5:30er bis 5:40er Schritt durchs subjektive Niemandsland.

Passend dazu regelmäßig Sanitäter und gelangweilte Streckenposten. Ist das das Ende? Schön wär's, ab und zu steht da am Streckenrand noch so ein Schild mit "noch ... km". Das endlose Leiden ist also doch endlich!

Zwischen Kilometer 33 und 40 sind mir ganze fünf Läufer begegnet, besser gesagt an mir vorbeigeschlichen. Ein Streckenposten berichtete lautstark am Telefon

"Das ist voll krass hier, alle 5 Minuten kommt mal einer vorbei und dann ist wieder Ruhe. Ich schlaf hier gleich ein."

An Schlafen war bei mir nicht zu denken, aber das Bett wäre jetzt toll. Zum Glück kommt bei Kilometer 40 wieder etwas Leben in die Bude. Die Rostocker Innenstadt ist fast erreicht. Die Schleife durch den Stadthafen bleibt uns zum Glück erspart. Wir dürfen direkt den Schlussanstieg der Krämerstraße in Angriff nehmen. Psychologisch herausfordernd geht es nah am Ziel vorbei noch mal zur Spitzkehre auf der Langen Straße. Dabei machte jene Straße ihrem Namen alle Ehre. Nach 3:29:43 war das Drama aber endgültig vorbei. Mir war schlecht und ich hatte Durst. Blöderweise belagerten die Halbmarathonläufer die Getränkestände und so zog es sich ein wenig.

Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. Unter 5:00 min/km bei welligem Profil, demoralisierenden Wettkampfverlauf, höheren Temperaturen und dem Triathlon zuvor passen. Man bin ich ein Held. :D