Mittwoch, 19. August 2015

Sommerabendlauf und Wurzener Ringelnatzlauf

2015 will die Hitze nicht mehr gehen. Auch nicht schlecht. Nur beim Laufen manchmal etwas viel. So auch beim Sommerabendlauf am Auensee. Die Strecke wurde vorsorglich zu Recht von 20 km auf 10 km eingekürzt - auch so war es schwer genug. Etwas zu zügig gestartet kamen ab km 4 die Magen- und Kreislaufprobleme. Die ersten 5 km waren dennoch nach nur knapp über 18 Minuten erledigt, danach wurde es aber immer unangenehmer. Am Ende nur eine 38:59 - das reicht aber wenigstens für die volle Punktzahl in der Stadtranglistenwertung. Die nun erreichten 143 von maximal 147 möglichen Punkten werden aller Voraussicht für den AK-Sieg am Jahresende reichen. Damit war dieser Freitag mit seinen schwül-warmen 35 °C auch ein Erfolg, wobei sich Erfolg auch gerne anders anfühlen darf. :)

Nur zwei Tage später fand dann die fünfte Auflage des Wurzener Ringelnatzlaufes statt. Das Wetter war besser zum Laufen, die Strecke definitiv schlechter. Was an Temperatur weniger war, kam an Höhenmetern und Untergrundbeschaffenheit dazu. Welch heroische Variation des repräsentativen Tempotrainings. Das überschaubare Starterfeld ließ Sven und Seamus als aussichtsreiche Siegkandidaten erkennen, wobei Seamus in letzter Zeit sehr anfällig gegenüber der Hitze gewesen ist. Das sollte sich leider auch heute wieder zeigen. Vom Start weg spurtete erstmal ein mir unbekannter junger Läufer vorweg, den aber alle anderen kannten und gleich zu verstehen gaben, dass derjenige mit Sicherheit bald einbrechen würde. Zusammen mit Sven somit auf Verfolgungkurs. Es war kein Kampf gegeneinander, vielmehr wurde es ein stimmungsvoller gemeinsamer Tempolauf. Von den Problemen beim Sommerabendlauf war nix zu spüren. Mit ca. 3:35min/km zogen wir durch die recht verwinkelten Straßen und Gassen und setzten uns in der zweiten Runde langsam und kontinuierlich nach vorne ab. Mir war klar keine Chance auf den Sieg zu haben, dass wäre selbst ohne den Sommerabendlauf in den Knochen eine sehr vage Hypothese gewesen. Zu zweit war es aber deutlich angenehmer -zumal wir uns auch absichtlich beim Tempo leicht zurückhielten. Mehr als auf Platzierung laufen hätte keinen Sinn gemacht und so trugen wir in Formation unsere BMW-DHfK Leipzig Singlets durch Wurzens Straßen unter der Moderation von Roman Knoblauch. Nach 36:22 min kamen wir kurz nacheinander ins Ziel. Dies war auch der Moment in dem ich erfahren hatte, dass wir mit Transponder laufen sollten. Beim Durchwühlen meines Startbeutels habe ich davon nix gesehen - war in einem Werbeprospekt geschickt versteckt :D . Da unser Vorsprung groß genug war, ließ sich dass zum Glück noch unbürokratisch klären, auch wenn die Zielzeit in der Ergebnisliste nicht stimmt. Hauptsache die vielen Preise stimmen und das taten sie. Nur gut, dass ich nicht mit dem Rad gekommen bin. :D

mal kurz in Führung liegend
 

Montag, 27. Juli 2015

Leipziger LVB Triathlon 2015 - 2:25:14h (Platz 82)

Nach genau 6 Jahren sollte es mal wieder soweit sein - Triathlon in Leipzig am Kulkwitzer See. Die alte Zeit von 2009 gliederte sich wie folgt:

+ Schwimmen in 34:34 min
+ Wechsel 1 in 3:30 min
+ Rad in 1:11:44 h
+ Wechsel 2 in 1:52 min
+ Laufen in 38:31 min
+ Gesamtzeit 2:30:11 h
+ Platz 191

Das naheliegende Ziel ist dementsprechend unter 2:30h zu kommen. So umfangreich und auch effektiv das Lauftraining ist, so umfangsarm und wild erfolgte die Vorbereitung bei allem anderen. Das Schwimmtraining beschränkte sich auf zwei einstündige lockere Schwimmeinheiten in der Halle und einmal Freiwassertraining von ca. 15min Umfang im Kulki. Davor monatelang nix mit Schwimmen. Dementsprechend maximal erholt. Beim Rennradfahren dann Ähnliches. Stolz erfüllt eine Woche vor dem Triathlon hab ich es doch noch hinbekommen mein Rennrad nach einem Jahr Pause wieder fahrbereit zu machen. Das Rennradtraining beschränkte sich dann auf den täglichen Arbeitsweg - praktischerweise wurde bei meinem Alltagsrad ein paar Tage zuvor der Sattel geklaut. 20 Minuten am Stück auf dem Rennrad sind nachgewiesener Maßen auch kein Problem. Alles andere ergibt sich. :D

Topmotiviert und ahnungslos/unbeschwert erreichte ich dann am Sonntag frühzeitig den Wettkampfort. Maik und Sebastian waren ebenfalls am Start - vielleicht ein positives Zeichen. Da man irgendwie doch fast jeden Zweiten kennt, kommt es zu einem Gespräch nach dem anderen bis es dann endlich losgeht. Schön frisch und windig war es.
Beim Schwimmen konnte ich schön von hinten das gewohnte Chaos beobachten. Der erste Kilometer ging recht entspannt vonstatten, dann wurde es zunehmend zäher. Aber alles noch im stocksoliden Bereich. Der Übergang zum Laufen in den Wechselgarten war unproblematisch. Beim Anlegen des Radoutfits hab ich mir dann doch etwas mehr Zeit gelassen. Auch auf Socken wollte ich nicht verzichten. Gerade hier beim Wechsel sieht man klar die Unterschiede zu den Spezies. Aber jetzt geht ja schließlich erst die Post ab. Ohne Wissen um die aktuelle Position oder Rennzeit unbeschwert Attacke aufm Rad!!! Das große Überholen beginnt. Mit klassischem Rennrad, alter 105er Schaltung, Alu-(Billig)Rahmen ohne Auflieger in wahrscheinlich alles andere als effektiver Sitzposition. Der Zatopek des Radfahrens. Ohne Tacho, nur die Herzfrequenz auf der Uhr, was ja ohne aussagekräftige Vorbereitungsaufzeichnung auch nicht weiterhilft. Ich nenne es mal Natural-Cycling. Nur ca. 10 Überholungen von hinten stehen zahlreiche Überholmanöver nach vorne entgegen. Leider zeigt sich bei diesen sehr starken Gegenwindverhältnissen massives Windschattenfahren bei vielen anderen. In der dritten Runde hängt sich auch bei mir einer hinten ran. (Kann das Tempo aber auch so nach ca. 10 min nicht mehr halten - Ätsch!) Völlig überraschend überhole ich auch Sebastian. Dann kann ich ja so schlecht nicht unterwegs sein.
Der Wechsel von Rad zum Laufen verlief standesgemäß stümperhaft. Langsam aus den Klickpedalen raus und zu früh den Helm abgesetzt. Nach Zurechtweisung keine 10m von meinem Wechselplatz wieder aufgesetzt - Zeit spielt ja keine Rolle im Wettkampf. :D
Endlich die ersehnte Lieblingsdisziplin erreicht. Laufen. Ich hab mir die Salomon S-Lab mit Schnellschnürsystem ausgesucht. Genau die richtige Wahl. Socken hatte ich ja bereits an. Es kann also nix passieren. Komfortabel hart erstmal reinkommen und versuchen locker zu werden. Jetzt fühle ich mich wieder wie zu Hause. Bis auf Sebastian kurz vor Schluss wird nur noch überholt. Die Beine sind gut, der Puls hält sich auch angenehm zurück. So macht das Spaß! Die vielen Zuschauer in der Nähe des Wechselgartens tuen verdammt gut. Nur wenige Sekunden hinter Sebastian laufe ich ins Ziel und stelle erfreut fest, dass die Anzeige der Zielzeit unter Berücksichtigung des Zeitversatzes der Tageslizenzstarter eine Zielzeit vergleichsweise deutlich unter 2:30h zeigt. Bei den schweren Verhältnissen auf der Radstrecke und der speziellen Vorbereitung ein Traum. Sogar unter die Top 100 hat es gereicht. Verbesserungen an allen Fronten.

+ Schwimmen in 34:04 min (-30 s)
+ Wechsel 1 in 2:56 min (-34 s)
+ Rad in 1:11:03 h (-41 s)
+ Wechsel 2 in 1:45 min (-7 s)
+ Laufen in 35:26 min (-185 s)
+ Gesamtzeit 2:25:14 h (-4:57 min)
+ Platz 81

Montag, 13. Juli 2015

Bismarckturmlauf - mal nicht Platz 3 sondern 2!

In den letzten Wochen war ja eigentlich immer egal was ich laufe, am Ende war's der dritte Platz. Auch diesmal sah es danach aus. Die Strecke ist weder einfach noch in der Länge mit irgendwas vergleichbar, dazu noch schwül-warmes Wetter. Somit ein klassisches Rennen um Platzierungen, in diesem Fall somit Stadtranglistenpunkten. Sebastian ist bald aus den Flitterwochen zurück, dann wird es schwer mit voller Punktzahl bei den entsprechenden Läufen. Heute also nach Möglichkeit voll zuschlagen und 21 Punkte holen.
Kurz vor Start wird klar, dass eigentlich nur Christian von Spergau und Seamus vom Papier her schneller sind. Beide nicht in der M30 der Leipziger Stadtrangliste - kann man also unbeschwert ziehen lassen. Nach den intensiveren Läufen in den letzten Wochen ist ein wenig Zurückhaltung eh angesagt. Dazu gesellen sich noch ein paar jüngere Athleten, die nicht die volle Distanz laufen und somit auch nicht in der Gesamtwertung auftauchen. Bereits auf den ersten Metern setzen sich dann Christian, Seamus und besagte "Kurzstreckler" deutlich ab. Ob die das durchhalten? Bis auf Christian glaube ich das nicht und werde damit auch Recht behalten.
Es sind zwar gut ertragbare Laufbedingungen, aber bei einem Wettkampf von mehr als einer Stunde Länge ist hier definitiv Haushalten mit den Kräften angesagt. Im komfortabel-hartem Dauerlauftempo versuche ich effektiv Meter zu machen und nehme gerade auch bei den kurzen aber kraftraubenden Anstiegen ordentlich Tempo raus. Das Rennen wird eh recht einsam. Mitte der ersten Runde lässt es Seamus ein wenig ruhiger angehen und wird im Verlaufe des Rennens wieder Kreislaufprobleme bekommen. Ich merke nur, dass er auf einmal nach hinten weg ist. Aus dem Kreis der jungen Läufer ist bald nur noch Tibor vor mir und ich hole stetig auf. Immer schön die Herzfrequenz im Blick und einfach kommen lassen. Herrlich. Ist wie der Sonnenwendlauf. Kein Druck von hinten und keine Veranlassung irgendwas nach vorne zu probieren. Zum Überholen von Tibor reicht es dann nicht mehr, da er ja nicht mehr auf die 3. Runde gehen muss. Nun war endgültig Ruhe um mich herum. Jetzt ging es ein wenig ans Überrunden. Viele haben doch massive Probleme mit dem Wetter. Aber alle kämpfen sich erfolgreich durch. Im Ziel dann wieder dieses leicht irritierende Gefühl nicht ans Limit gegangen zu sein. Aber genau richtig in der jetzigen Phase der Sommerregeneration in den Greifjahresplänen. Platz 2 in der Gesamtwertung - ein sympathisch positiver Trend. :D
Am Ende sind die 16,5km mit ca. 3:49 min/km über die Bühne gegangen. Im Gesamten bin ich frohen Mutes im kommenden Frühjahr ein wenig schneller in Leipzig den Marathon anzugehen. Das Training läuft seit ein paar Wochen wirklich gut und die Umfänge sind in dem Bereich, der 2012 schon für sehr gute Ergebnisse sorgte. Das verminderte Lauftraining in den nächsten Wochen passt perfekt zu den Vorbereitungen für den Leipziger Triathlon, wobei dort nur Spaßhaben im Vordergrund stehen wird. Der Spaß wächst natürlich bei einer Zielzeit unter 2:30h. :)

Montag, 6. Juli 2015

Hitze-Halbmarathon in Chemnitz in 1:21:11h (3. Platz gesamt)

Es wird ein heißer Ritt, das war schon vorher klar. Bei Temperaturen um 35°C war mit der ursprünglich geplanten neuen HM-Bestzeit nicht mehr zu rechnen. Aber nur locker mitlaufen und ankommen, wenn die Möglichkeit auf eine guten Platzierung besteht? Nö.

Am Morgen ging es zusammen mit Sandra, Nina und Robert von Lauftraining.com in den warmen Süden Sachsens. Pünktlich und entspannt kamen wir in Chemnitz an, wo auch Katha zu uns stieß. Schön chillig im Schatten bis kurz vor dem Start gewartet, machten wir dann langsam los zum heißen Pflaster. Die Sonne knallt in den Startblock, wo sich Halb- und Viertelmarathonis versammelten. Der beliebte Moderator Bernd Lindner ist wieder gut drauf (kennt man gar nicht anders :) ) und macht eisern sein Ding. Wer welche Strecke läuft lässt sich größtenteils herausfinden, aber am Ende verliert man eh wieder die Übersicht. Die Ziele waren weitgehend klar. Ein Podestplatz wär fürs BMW-DHfK Team sehr schön und bei der Zeit müssen wir mal schauen.

Der Startschuss fällt und vorne geht es ab wie die Feuerwehr. Zwei Läufer enteilen im Affenzahn dem Rest des Feldes. Alle sind ein wenig orientierungslos und somit rennt ein sehr unstrukturierter Haufen hinterher. Jetzt nicht übertreiben und einfach mal kommen lassen. Wie üblich geht es nun platzierungsmäßig langsam nach vorne. Wahrscheinlich ein wenig zu schnell für die gesamte Distanz, aber in den letzten Wochen war die risikoreiche Variante immer die Richtige.
 Kurven und kurze Anstiege machen es zwar nicht leichter, aber so ist wenigstens für Ablenkung gesorgt. In der Mitte der ersten Runde wird dann schnell deutlich, dass ich zusammen mit einem weiteren Läufer gerade auf Platz 2 und 3 liege, ohne das nach vorne oder hinten weitere Halbmarathonis zu sehen sind. In den flachen Abschnitten laufen wir recht konstant um die 3:40 min/km - also rein theoretisch aktuell Bestzeitkurs. Das klappt dann auf dem Rest der ersten Runde auch sehr gut, aber es wird nun deutlich, dass die Hitze und vor allem auch die langen Passagen in der direkten Sonne ein Durchlaufen der Pace verhindern werden. Durchgangszeit bei der Hälfte 38:32 min - würde bei gleicher zweiter Runde also ca. eine 1:17 bedeuten - für heute definitiv zu schnell. Mein Begleiter zieht nun aber langsam davon, bzw. ich lasse mich ein wenig zurückfallen und nehme das Tempo etwas raus. Entweder der Kollege pokert oder ich hab eh keine Chance. Also Strategieanpassung. Laufen auf optimale Zielzeit. Absichern nach hinten und Abwarten was vorne passiert. Um es kurz zu fassen: es passiert nix entscheidendes. Nur dass der Gesamtführende krass langsamer geworden ist, dabei aber doch recht frisch aussah. Der Abstand war aber immer groß genug um nicht zu hoffnungsvoll zu werden. Mit Geschwindigkeiten um die 4 Minuten je Kilometer ziehen sich die Kilometer so dahin und nach 1:21:11h ist dann endlich Schluss. Auffällig: Die beiden vor mir waren deutlich schlanker - also die Art von Läufer bei denen am gestreckten Bein das Knie zu den breiteren Stellen gehört. Somit "schnellster Koloss auf Halb".

Katha holt sich souverän den 2. Platz in der Gesamtwertung und auch Sandra (1. AK, 3. gesamt), Nina (3. AK, 10. gesamt) und Robert (9. AK, 20. gesamt) kommen sehr gut über die Viertelmarathondistanz. Die Bilanz kann sich also sehen lassen.

Was ich mir an Verbesserung vorstellen könnte wären zwei zusätzliche Wasserstellen, eventuell die einen oder anderen Duschen auf der Strecke und vielleicht sogar Begleitfahrzeuge für die ersten 3 der jeweiligen Kategorie. Man hat ebendoch sehr oft einen extrem schnellen Läufer der nach dem ersten Kilometer weg ist. Aber klar, das Problem stellt sich eben nur wenn man nicht schnell genug ist vorne weg zu laufen. 

Mittwoch, 24. Juni 2015

Rennsteig-Staffel

Diesmal nicht als Läufer, sondern "nur" zur Radbegleitung auf den letzten vier Etappen von Oberhof nach Hörschel. Somit tendenziell bergab. Nebenher Radeln und andere Leute belästigen - jo, das kann ich.

Zuerst mit Viktoria, welche von Jörg Zeitnehmer und - Tradition muss sein - den Stein übernimmt. Locker und leichtfüßig fliegt sie über die Strecke, die bis auf die ersten Kilometer auch gut beschildert ist. Immer mal überholen wir und werden überholt. Ich gebe zu, ich bin noch etwas müde auch wenn es inzwischen Nachmittag ist. Dank Tanjas hervorragender Organisation verläuft auch alles ganz stressfrei und ohne nennenswerte Probleme. Mit einem sauberen 5er Schnitt meistert Viktoria ihre nicht ganz leichten 13,4km und übergibt an Thoralf. Läuft ja wieder wie ein Länderspiel.

Nun durfte ich eine kleine Unsportlichkeit erleben. Während alle Teams artig auf der Rennstrecke, dem Wanderweg, bleiben, ziehen es die Werratal Runners (ein reines Männerteam) vor, auf der parallel verlaufenden Straße zu laufen. Somit wurde aus dem guten 150m Vorsprung nach erfolgreichem Überholen, ein erneuter Rückstand von ca. 200m. Das muss einfach nicht sein. Es war klar Absicht und der anschließende Kommentar beim erneuten Überholen der Radbegleitung, dass ja nicht wirklich abgekürzt wurde war einfach nur voll für die Tonne. Wir sind ja nun nicht völlig bescheuert. Wenn der Läufer für seine Etappe nicht fähig ist, soll er bleiben wo der Pfeffer wächst und seine Kollegen gleich mit. Zum Glück setzt Thoralf die Wutenergie erfolgreich in Vortrieb um und mit einem 4:28er Schnitt sind auch diese 13,9km erfolgreich bewältigt.

Jetzt geht es mit Tanja über den Inselsberg. Für mich auf dem Rad der eigentliche Höhepunkt der Tour. Durchfahren war klares Ziel. Leider war der nasse Asphalt zu rutschig und recht frühzeitig hieß es demütig das Rad hinaufzuschieben. Aber Hauptsache Tanja zieht voll durch. Und das macht sie. Zügig bewältigt sie die unangenehm langen Bergab-Passagen nach diesem harten Einstieg über den Inselsberg. 18,8km in 4:48 muss man erstmal hinzaubern.

Die Schlussetappe durfte nun Jana laufen. Bis auf wenige harte Anstiege führt die Strecke aus Läufersicht gnadenlos hinunter ins Tal. Obwohl dies nicht unbedingt ihre Paradedisziplin ist, schlägt sie sich tapfer. Fürs Temporunterbolzen muss man einfach geboren sein. 15 km in 4:47min/km. Jeder der schon mal länger als 20 Minuten am Stück schnell bergab gelaufen ist, weiß, dass bergab irgendwann kein Vorteil mehr ist. Da grüßt der Oberschenkel im Sekundentakt. :)

Nach 13:51:38h auf dem 13. Platz erreichten wir nach 170km das Ziel. Respekt! Natürlich auch den Frühstartern. Morgens um 5:00 Uhr durfte Holger los!

Gemeinsamer Zieleinlauf, der "Schwarze mit der Kamera" im Hintergrund ist für diese Zeilen verantwortlich