Dienstag, 18. November 2008

fertsch!

Der Auewaldlauf ist vorbei! Die Saison 2008 ist vorbei! PSS ist (fast) vorbei! Die Marathonvorbereitung rückt immer näher!

So oder so ähnlich lautet mein persönliches Fazit nach der letzten Woche. Der ursprüngliche Plan für den Lauf durch den südlichen Leipziger Auewald wurde nicht erfüllt. Ruhiges Angehen war einfach nicht drin. Nach sechs Tagen ohne jeden Laufkilometer sind die Beine einfach nicht zu bremsen gewesen ... bis Kilometer 12. Da war dann einfach die Kraft weg, oder zumindest nicht mehr abrufbar. Die ersten zehn Kilometer in ungefähr 44 Minuten sind wohl doch ein bisschen zuviel des Guten. Aber schön wars trotzdem! Zudem sind 1:35 für ca. 20km auch kein schlechtes Ergebnis für ein bekennendes Kriechtier. :)

Diese Woche nun der vorsichtige Wiedereinstieg ins Lauftraining. Lockere 10 km am Dienstag und am Donnerstag ne lockere Runde über ca. 15 km. Mal schauen ob sich am Donnerstagabend ne kleine Gruppe findet, sonst schleiche ich allein durch den tiefen dunklen Herbstwald.

Die neuen Schuhe unterscheiden sich doch recht deutlich von den (heißgeliebten und ultrabequemen) asics. Vor allem die Waden werden stärker beansprucht, was aber eher positiv zu sehen ist. Wenigstens bilde ich mir das jetzt ein.

Dienstag, 11. November 2008

aktive Erholung beim Crosslauf


hmm ... wann war eigentlich mein letzter einsamer Trainingslauf? Lange 3 Wochen, wenn ich mich mühsam erinnere. Nach dem Fockeberglauf vom letzten Wochenende war die letzte Woche eine reine Regenerationsphase. Leichtes Spinning und Schwimmen, gekoppelt mit Kräftigungsübungen und nem ausgiebigen Dehnungsprogramm.

Es hat sich gelohnt! Die Schmerzen unterhalb der Knie sind stark zurückgegangen und vorallem kann ich ohne Probleme Treppen steigen! Es muss wirklich deprimierend sein, wenn man dauerhaft keine Treppenstufen überwinden kann. Somit meine Aufforderung an alle: macht die Straßen und Häuser behindertengerecht! Ich hätte nie gedacht, dass man so schnell auf große Hindernisse stoßen kann.

Am Wochenende hatte ich dann die Gelegenheit zu Testläufen. Zweimal Crossmeisterschaften, in Leipzig und Freital. Beide Läufe mit dem festen Vorsatz bei deutlichen Problemen sofort auszusteigen. Zum Glück blieb mir das aber erspart. Samstag am Stadion des Friedens galt es einfach nur durchzukommen. Ein leichtes Ziehen unterhalb der Knie, aber es ging sehr gut. Lockere 46 Minuten für 9,5 km sind nun wahrhaftig keine Sensation im positiven Sinne, aber auch das reicht für eine halbe Hand voll Punkte in der Stadtranglistenwertung.

Am Sonntag ging's dann ganz früh los. 5:45 Uhr Fahrt mit dem Fahrrad zum Bahnhof in Taucha. Dort hat sich dann auch das "Team HTWK Leipzig" bestehend aus zwei schnellen Läufern und meiner Langsamkeit getroffen. Diesmal standen zwar "nur" 5000m auf dem Plan, aber was für welche. Schmale Waldwege mit reichlich Wurzeln und großen Steinen, getarnt unter einer undurchschaubaren Laubschicht. Auf drei Runden gings im stetigen Wechsel bergauf und bergab. Insgesamt werden es wohl 200 Höhenmeter gewesen sein. So ging es bei schönstem Herbstwetter 10:30 Uhr an den Start. Als realistischer Jogger (und das war ich bei dem dortigen Starterfeld definitiv) hab ich mich gleich hinten eingeordnet. Mit leichtem Tinitus vom Startschuss auf der Startgeraden. Vorne meine beiden Teamkameraden mit der Spitze und ich hinten im Kreis der M55 bis M65. Positiv überrascht von meinen beiden Beinen habe ich dann Stück für Stück das Tempo verschärft und ein paar Plätze gewinnen können. Nach ca. 2 km hatte sich das Feld dann endgültig sortiert und alle Läufer konnten sich auf die Strecke konzentrieren, was auch sehr fordernd war. Auf der letzten Runde hatte es dann meinen Teamkameraden erwischt. Humpelnd und stocksauer schleppte er sich in Richtung Ziel. Damit stand fest, dass wir heute nur um die goldene Ananas kämpfen werden. Trotzdem lagen noch ungefähr 500 m vor mir. Es ging nur noch bergauf - zumindest was die Strecke anging. Völlig am Limit in die letzte Kurve und irgendwie über die Ziellinie kommen. Keine Ahnung mit welcher Zeit, aber wenigstens verletzungsfrei durchgekommen! Zwei Minuten später war dann auch unser "schnellster" im Ziel. Bei einem Crosslauf wird man ihn wohl nicht so schnell wieder sehen.

Die kommende Woche werde ich nochmal aufs Laufen verzichten und dafür mein Indoorprogramm durchziehen. Den Auewald-Lauf wieder im ruhigen Tempo durchlaufen und die nächste Woche vorsichtig ins Training wieder einsteigen - so ist der Plan!

Eine wichtige Neuerung brachte die Woche auch: neue Schuhe! NEW BROOKS 768. Damit wird bestimmt alles besser. :)

Montag, 3. November 2008

mal was Neues: PSS


Nach der kurzen Erkältungspause habe ich mir mal wieder was gegönnt: PSS! Nein, dass ist keine neue Spielekonsole aus dem Hause Sony, sondern das beliebte Patellaspitzensyndrom! Gegenmaßnahmen nach dem Sportarzt des eigenen Vertrauens: intensiv die vordere Oberschenkelmuskulatur dehnen, CP-Strom-Therapie und Vermeiden zu intensiver Läufe!

So sprach es am Montag. Was mache ich passender Weise am Samstag davor: Fockeberglauf. Die 12km waren kein großes Problem. Jeder einzelne Schritt nach dem Lauf aber eine riesen Qual! Treppen werden zu riesen großen Hindernissen. Das Kriechtier in mir lässt wiedereinmal grüßen ...

Und der nächste Verstoß gegen hohe Intensitäten steht auch schon vor der Tür. Am Sonntag geht's zu den sächsischen Hochschulmeisterschaften im 5000m-Crosslauf! Passend dazu am Samstag die Leipziger Crossmeisterschaften. Dort ist aber definitiv Schongang angesagt. Teilnehmen werde ich aber auch da, schließlich geht es um die Stadtranglistenwertung, bzw. um überhaupt darin aufgeführt zu werden.

Das Ergebnis vom Fockeberglauf stimmt mich aber weiterhin optimistisch. Unter den gegebenen Umständen freue ich mich sehr über 56:40.

Zum Abschluss noch mein Fockeberglauf-Outfit von Aldi: Hose und Laufjacke zusammen für 20 Euro!

Sonntag, 26. Oktober 2008

Schnupfnase allein zu Haus

Während ein Großteil der Leipziger Laufszene voll im Bann des Frankfurt-Marathons ist, bin ich mal daheim geblieben. Die ganze Woche!

Nicht ganz zum Spaß oder aus lauter Faulheit, sondern der Gesundheit wegen. Loriot hatte Schnupfen. Kein Grund zur Sorge, Heldentaten wollte ich mir aber ersparen. Der Zeitpunkt für ne gründliche Verschnaufpause scheint mir auch gar nicht mal so schlecht.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Verfolgungsjagd im Halbdunkeln

Die Hatz hat einen Namen: Glockenturmlauf. Szenen wie aus Horrorfilmen spielen sich am Zentralstadion ab. Todesmutig stellen sich ehrenamtliche Helfer rasenden Radfahrern in den Weg, flirten Herren aus der AK65 und AK70 mit jungen Frauen ...

Unter diesen Umständen war langsames Laufen einfach nicht möglich. Die pure Angst trieb mich in 49:27min über die 12km. In für meine Verhältnisse wahnwitzigen 11:40min waren die ersten 3km absolviert. Dabei steckten die 21km GA1 vom Dienstag noch in den Knochen (vorallem aber in den Gelenken und Muskelfasern)! So langsam scheint ne Sub-3h fürn Leipzigmarathon durchaus machbar, auch wenn dafür sehr viel passen muss ...

Der Rest der Woche lief nach Plan und am Ende stehen 73 Laufkilometer auf der Habenseite. Ein wenig irritiert bin ich von den zahlreichen Läufern die bei 10°C nur mit T-Shirt und kurzer Hose langsamere und mittlere Läufe machen! Gute Abwehrkräfte in allen Ehren, aber das muss doch nicht sein!