Sonntag, 14. Februar 2010

3.000 m zum Ersten

Bei den Hallenläufen des SC DHfK Leipzig in der Arena konnten Freizeitsportler mal 15 Runden ums 200 m Oval drehen. Die Luft war zwar sehr trocken, für die 10 bis 15 Minuten sollte dies jedoch kein großes Problem darstellen.

Ich hatte mir die Gruppe der 10 bis 12 Minuten rausgesucht. Eine strenge und gute Organisation führte durch die Veranstaltung. Die Vorbereitung bis zum heißen Start war militärisch korrekt verlaufen und so stand ich nun mit ein paar bekannten und fremden Gesichtern am Start. Direkt neben mir ein Sportsfreund mit der Spezialdisziplin 800 m. Im Scherz haben wir noch gesagt, dass er zu schnell angehen wird und man lieber nicht an ihm dran bleiben sollte. So kam, was kommen musste.

Nach 20 m war ich nun hinter Mister-800 m an zweiter Position. Recht zügig aber vertretbar. Nach 300 m hat er dann ein wenig zu viel Tempo nach meinem Geschmack rausgenommen. Jetzt war ich an der Spitze und drei Potsdamer im Schlepptau. Geile Sache, sich permanent auf den großen Leinwänden zu sehen und von Roman kommentiert zu werden. Nach 8 Runden waren wir dann nur noch zu zweit. Da ich allein die Führungsarbeit leisten musste/konnte, gab es nur zwei Möglichkeiten. Entweder ist er am Limit oder nutzt quietsch vergnügt meinen reichlichen Windschatten um am Ende davon zuziehen. Letzteres fand dann auch in der vorletzten Runde statt. Aber mir war es vollkommen egal. Mein persönliches Ziel unter 10:30 min zu bleiben (somit unter 3:30 pro km) hab ich mit 10:12 min erreicht, Zudem Platz 10 insgesamt.

Als persönliches Fazit kann ich ziehen, dass schnelle Trainingseinheiten nicht zwingend erforderlich sind, um ein hohes Lauftempo zu erreichen. Der beschränkende Faktor war am Samstag vom Gefühl her eher die Ausdauer. Im Training meist langsamer als 5:20 min/km und maximal 4:15 min/km, im Wettkampf über die 3.000 m dennoch in 3:25 min/km sind unterschiedliche Dimensionen.


Für die nächsten Wochen hat sich auch einiges geändert. Ich wurde am Samstag gefragt ob ich denn Lust hätte, bei den 10 km Landesmeisterschaften in Eilenburg und den Halbmarathon-Landesmeisterschaften in Lengenfeld für den SC DHfK zu starten. Da werde ich natürlich alles geben und auch gut vorbereitet starten. Klar darf man das nicht überbewerten, aber ein wenig stolz bin schon. :D

Leider passt der Fockeberglauf nun nicht mehr in die Frühjahrsplanung. Aber im Herbst gibt es ja ne zweite Chance.

Sonntag, 31. Januar 2010

Auftakt nach Maß

Der Winterlauf des TSV Wahren war für mich ein voller Erfolg. Dieses mal konnte ich sogar noch 'ne Runde um den See zum Einlaufen nutzen und war dennoch pünktlich am Start. Ein gutes Zeichen, wie ich finde. :)

Am Start habe ich mit großem Erstaunen feststellen können, dass nur der Olaf von den starken MHK-lern mit von der Partie ist. Für die Stadtrangliste geht heute einiges!
Um keine Lawine auszulösen oder winterschlafende Bären zu wecken, hatte man großzügig auf einen Startschuss verzichtet. Einmal mehr haben sich wieder "Langsamere" vorne in die Startaufstellung gemogelt, eine Unverschämtheit meiner Meinung nach, bei schwierigen Streckenverhältnissen und relativ schmalen Wegen. Aber dieses lästige, immer wiederkehrende Phänomen hatte sich nach den ersten 400 m erledigt. Stattdessen zeigte sich eine positive Erscheinung, welche sich in den letzten Wochen erfreulich oft ergab. Die Spitze des Feldes in traumhaft kurzer Entfernung ...
In Runde 4 und 5 wurde es recht schwer, das Tempo hochzuhalten. Hinter mir niemand zu erkennen. Eine solide Grundschnelligkeit und Ausdauer konnte ich den Winter über wohl aufrecht erhalten. Sehr gut! Da ich nur meine Polar ohne Sensor mithatte, wurde ich von vermeintlichen Tempoangaben verschont. Laufen nach Gefühl war dann auch der etwas entspanntere Part des Rennens in Runde 6. Die Zielzeit liegt mit 38:00 min doch sehr deutlich über meiner Erwartung. Bedingungen und Streckenlänge hin oder her, die derzeitige Form entspricht wohl in etwa der Zeit nach dem Frankfurt Marathon.

Für die Stadtrangliste war der Winterlauf ein großer Teilerfolg. Platz 2 in der MHK gab es zwar nur weil viele Andere nicht gestartet sind, aber auch die Chance muss ersteinmal genutzt werden. Die 19 Punkte hab ich jetzt sicher. Basta!


Für die nächsten Wochen werde ich nicht mit Tunnelblick auf den Leipzig Marathon hintrainieren und alles Andere ausblenden. Im Gegenteil, die Zeitziele für den Fockeberglauf und den Glockenturmlauf sind schon jetzt im Frühjahr machbar. So wichtig ist mir der Leipzig Marathon nun auch wieder nicht. 2:50 h in Frankfurt wäre doch auch was, oder? :D

Montag, 25. Januar 2010

Waiting for Local Warming

Abseits der Klimadiskussion herrscht mal wieder Dauerfrost. Die letzten zwei Wochen war es kein Problem, da ich zum einen erkältet war und zum anderen 14 h am Tag meine Diplomarbeit verfasst habe. Nun ist aber wieder Zeit und Gelegenheit zum Training.

Nur wie schaut es mit dem Laufen aus? Auewald und andere beliebte Laufreviere sind mit Eis überzogen. Ob nun besonders glatt oder zerklüftet, zumindest mir ist es zu gefährlich. Stattdessen drehe ich jetzt auf dem alten Messegelände und an den Tierkliniken meine Runden. Diese sind aber mit maximal 2 km nicht gerade lang. Lange Läufe sind da ne große mentale Herausforderung. Aber ich habe einen Plan!

Da das Phönix ja gleich um die Ecke ist, hab ich mir ne schöne Variante ausgedacht. Erst All-You-Can-Run für 10 bis 20 km um das Laufen nicht ganz zu vernachlässigen. Im Anschluss daran gehts auf den Ergometer für 1 bis 2 Stunden um die Grundlagen zu erarbeiten. Abschließend mit leichten Kräftigungsübungen und 'nem gemütlichen Dehnungsprogramm geht es unter die Dusche und gegebenenfalls in die Sauna. Bis mindestens Mitte Februar scheint die Wetterlage ja recht stabil zu sein.


Für den Winterlauf gibt es für mich ein ganz klares Ziel: Pünktlich am Start sein!!! Damit hätte ich im Vergleich zum Vorjahr schonmal 5 Minuten gut gemacht ... :D
Ansonsten werd ich mal schauen wo ich nach 2 Wochen Ausfall so stehe und vielleicht gibt es ja mehr als drei Hände voller Stadtranglistenpunkte.

Samstag, 2. Januar 2010

Rückblick 2009

Aus dem Silvesterlauf ist leider nix geworden, da ich den Jahreswechel in Dresden verbracht habe. Stattdessen wurde wieder fleißig trainiert. Das Jahr 2009 in Zahlen:
  • neue Bestzeit Marathon: 3:12:14 (-14:04 min)
  • neue Bestzeit 10 km: 38:17 (-3:01 min)
  • 4 Top-Ten-Platzierungen
  • 3 Marathons unter 3h 30min gelaufen
  • Platz 4 in der Stadtrangliste (HK)
  • max. 120 km pro Woche
  • 3366 Laufkilometer
Die Grundlage für die Zeiten ist natürlich ein ausgewogenes und regelmäßiges Training. Über das ganze Jahr hinweg konnte ich ohne Verletzungen und längerandauernde Krankheiten trainieren.

Die Ziele für 2010 aus sportlicher Sicht:
  • Marathon unter 3 Stunden
  • 10 km unter 36:30 Minuten
  • Fockeberglauf unter 48 Minuten
  • Glockenturmlauf unter 47 Minuten
  • gesund bleiben :)
Alles Weitere plane ich erst gar nicht. :) Entscheidende Schritte finden in diesem Jahr eher abseits der ambitionierten Latscherei statt. Es wird auf jeden Fall spannend!

Dienstag, 15. Dezember 2009

Neulich im Laufladen ...

... gewesen um Schuhe zu kaufen. :) Schuhe müssen ja nicht nur zum Outfit, sondern auch zum Fuß und zur Strecke passen. Nachdem ich ja seit jeher nur Laufschuhe mit Stütze tragen konnte, kam diesmal eine kleine Wendung zum Positiven. Sowohl das Laufgefühl im Neutralschuh, als auch die Beobachtung der freundlichen Verkäuferin, welche mir erst vor Kurzem Etonic Kendari "vermittelt" hat, mündeten in neuen neutralen Tretern.

Auch wenn es vielleicht (noch) keine Revolution darstellt, so ist es doch ein kleiner Fingerzeig in die richtige Richtung. Das Kraftausdauertraining passt wohl gut ins Konzept. Besonders die Abduktoren hab ich in diesem Zusammenhang unter Verdacht.


Letzten Samstag hab ich mir noch 'ne Runde um den Zwenkauer See gegönnt. Als krönenden Abschluss der Training-frei-Schnauze-Phase. War schon 'ne kuriose Runde. Hier die Kurzfassung in Stichpunktform:
  • gesamt: 38 km in 6:39 min/km
  • nasse Füße ab KM 5
  • vollständiges Eintauchen der Füße in Schlamm KM 26 bis 28
  • leichtes Schneetreiben ab KM 29
  • 3 Rehe, 5 Hasen gesehen
  • 4 kurze Gehpausen
  • zweimal über 'nen Zaun klettern, da Weg unpassierbar
  • eine Klettenattacke
  • KM 32 bis 38 ohne jegliche Problem in 5:30 min/km
Jetzt geht's aber nach Frank Hennigs Trainingsplan bis zum LM. Im Februar wird sich dann entscheiden, ob 42,x oder 21,x Kilometer. Da in Rostock und Frankfurt die volle Distanz auf dem Plan stehen, entscheidet der Trainingszustand.

Abschluss für 2009 wird der Silvesterlauf. Ich freu mich drauf!