Montag, 22. März 2010

Kurz vor Lengenfeld

In sechs Tagen gibt es nach Eilenburg den nächsten Wettkampf mit Bestzeitversuch. Der Halbmarathon im entlegenen Göltzschtal steht auf dem Plan. Die Frage nach der möglichen Zielzeit ist recht schwer zu beantworten. Unter 3:53 min/km sollten auf jedem Fall drin sein, somit unter 1:22 h. Aber die Verlockung unter 1:20 h zu bleiben ist doch sehr groß. Nur 3:47 min/km gleichen einem Husarenritt. Da die Strecke leicht bergab auf der ersten Hälfte gehen soll, werde ich wohl einfach mal das Tempo auf der ersten Hälfte angehen. Wenn dann auf der zweiten Hälfte nochwas geht, hab ich halt Glück, sonst wird es ein harter Arbeitstag.

Mal sehen wie der Rennverlauf und die Bedingungen vor Ort sein werden. :)


Die letzten beiden Trainingswochen stimmen mich sehr optimistisch. Sowohl die langen Läufe als auch kürzere schnelle Einheiten liefen sehr gut. Diesen Mittwoch war ich aus dem vollen Training heraus 19 km in 4:17 min/km im Auewald unterwegs, dabei kürzere Crosseinlagen. Vom Gefühl her und von der aufgezeichneten Herzfrequenz (155/162) war alles im grellgrünen Bereich. Beim Messepokallauf und Frühjahrslauf bin ich mit Blick auf die Stadtrangliste sehr effektiv gewesen. 15 und 16 Punkte sind zwar keine bombastischen Werte, aber ne solide Grundlage. Im letzten Jahr gab es schließlich in den ersten Läufen nur Streichergebnisse.

Donnerstag, 11. März 2010

Geschafft!

Ausnahmsweise mal nix mit Laufen oder anderen Varianten der Fortbewegung. Heute wurde ein 5-jähriger Marathon gefinisht: Diplomarbeit sehr erfolgreich verteidigt! Nun bin ich offiziell "Innschenör".

Die Trainingszeiten werden somit (im Idealfall) in Zukunft kürzer ausfallen, dafür stimmen aber die Finanzen.
:)

Montag, 8. März 2010

Eilenburg 2010

Einen 10 km Straßenlauf 7 Wochen vor einen Marathon am Anschlag zu laufen wird wohl nur von sehr wenigen Trainern empfohlen. Aber was solls - man lebt (höchstwahrscheinlich) nur einmal!

Das Wetter war gut und der Boden mit festgetrampeltem Schnee bedeckt. Dank reichlich Streugut gab's keine Bodenhaftungsprobleme. Vielleicht 20 Meter nach dem Start hätte ich mich dennoch fast hingelegt. Da wollte mir wohl jemand ein Bein stellen, aber nicht mit mir. Das Kraft- und Dehnungsprogramm hilft in solchen Momenten zum Glück weiter. Vom Tempo her, hatte ich ursprünglich geplant die erste Hälfte auf ne 38:00 zu laufen und dann schauen was geht. Soviel zur Theorie ...

Die Praxis: mit ca. 3:40 min/km angegangen und langsam Position um Position gut gemacht. Ein Lauf nach Gefühl, die aktuelle Laufgeschwindigkeit aber immer kontrollierend im Blick. Am Ende waren es 36 Minuten und 35 Sekunden - wow! Mehr als eineinhalb Minuten besser als jemals zuvor. Da nur wenige vom SC DHfK gestartet sind, bin ich wohl mit in der 3er-Teamwertung in der ersten Mannschaft drinn. Es hat sich gelohnt!


Für den Leipzigmarathon hat's aber auch was gutes. Wenn ein 10er mit 3:40 min/km funktioniert, dann sollten 42 km mit 4:15 min/km im Bereich des Möglichen liegen. Mal schauen wie es in Lengenfeld über den Halben klappt.

Donnerstag, 4. März 2010

Zwischenbilanz

In etwas mehr als sieben Wochen ist es soweit, der erste Marathon des Jahres 2010. Die letzten Wochen waren vor Allem durch sehr hohe Umfänge und langsamere Trainingsläufe geprägt. Da in den nächsten Wochen auch der ein oder andere Wettkampf ansteht, darf die Regeneration nicht zu kurz kommen. Das soll nicht heißen, dass ab jetzt getapert wird, aber der Respekt vor Überlastung und eventuellen Verletzungen ist bei mir doch vorhanden.

5 Laufeinheiten pro Wochen müssen absofort genügen. Ein langer Lauf im Bereich von 4:30 bis 5:00 min/km, die Tempoeinheit vom Laufseminar, zwei langsamere Einheiten und die Wettkämpfe am Wochenende. Dazu Kraftausdauertraining an Montag (voll), Mittwoch (halb) und Freitag (halb). Wenn sich die Gelegenheit bietet vielleicht auch noch zweimal lockeres Schwimmen.

Was die Trainingsbelastung angeht, orientiere ich mich an der letztjährigen Vorbereitung. Diese war aus der Not geboren auf das Wesentliche begrenzt und hat dennoch gut funktioniert. Da in diesem Jahr die Grunlagen und auch die Grundschnelligkeit wesentlich besser sind, gehe ich mal von dem Besten aus. :)


In diesem Jahr werde ich mich wohl auf die "klassischen" Laufstrecken bis Marathon konzentrieren. Im nächsten Jahr könnte man ja auch ein paar exotischere Sachen angehen. Da geistern so ein paar Begriffe durch meinen Kopf wie "Rennsteig Supermarathon" und "Triathlon Langdistanz". Wahrlich keine Selbstläufer ... aber Ende Herbst dazu mehr.

:D

Sonntag, 14. Februar 2010

3.000 m zum Ersten

Bei den Hallenläufen des SC DHfK Leipzig in der Arena konnten Freizeitsportler mal 15 Runden ums 200 m Oval drehen. Die Luft war zwar sehr trocken, für die 10 bis 15 Minuten sollte dies jedoch kein großes Problem darstellen.

Ich hatte mir die Gruppe der 10 bis 12 Minuten rausgesucht. Eine strenge und gute Organisation führte durch die Veranstaltung. Die Vorbereitung bis zum heißen Start war militärisch korrekt verlaufen und so stand ich nun mit ein paar bekannten und fremden Gesichtern am Start. Direkt neben mir ein Sportsfreund mit der Spezialdisziplin 800 m. Im Scherz haben wir noch gesagt, dass er zu schnell angehen wird und man lieber nicht an ihm dran bleiben sollte. So kam, was kommen musste.

Nach 20 m war ich nun hinter Mister-800 m an zweiter Position. Recht zügig aber vertretbar. Nach 300 m hat er dann ein wenig zu viel Tempo nach meinem Geschmack rausgenommen. Jetzt war ich an der Spitze und drei Potsdamer im Schlepptau. Geile Sache, sich permanent auf den großen Leinwänden zu sehen und von Roman kommentiert zu werden. Nach 8 Runden waren wir dann nur noch zu zweit. Da ich allein die Führungsarbeit leisten musste/konnte, gab es nur zwei Möglichkeiten. Entweder ist er am Limit oder nutzt quietsch vergnügt meinen reichlichen Windschatten um am Ende davon zuziehen. Letzteres fand dann auch in der vorletzten Runde statt. Aber mir war es vollkommen egal. Mein persönliches Ziel unter 10:30 min zu bleiben (somit unter 3:30 pro km) hab ich mit 10:12 min erreicht, Zudem Platz 10 insgesamt.

Als persönliches Fazit kann ich ziehen, dass schnelle Trainingseinheiten nicht zwingend erforderlich sind, um ein hohes Lauftempo zu erreichen. Der beschränkende Faktor war am Samstag vom Gefühl her eher die Ausdauer. Im Training meist langsamer als 5:20 min/km und maximal 4:15 min/km, im Wettkampf über die 3.000 m dennoch in 3:25 min/km sind unterschiedliche Dimensionen.


Für die nächsten Wochen hat sich auch einiges geändert. Ich wurde am Samstag gefragt ob ich denn Lust hätte, bei den 10 km Landesmeisterschaften in Eilenburg und den Halbmarathon-Landesmeisterschaften in Lengenfeld für den SC DHfK zu starten. Da werde ich natürlich alles geben und auch gut vorbereitet starten. Klar darf man das nicht überbewerten, aber ein wenig stolz bin schon. :D

Leider passt der Fockeberglauf nun nicht mehr in die Frühjahrsplanung. Aber im Herbst gibt es ja ne zweite Chance.