Montag, 23. März 2015

Messepokallauf und Frühjahrslauf

Viele kleine Schritte in die Richtung sind ja auch mal ganz schön. Sowohl beim Messepokallauf mit einer Zielzeit von 37:36 min nach einer anstrengenden Trainingswoche, als auch beim Frühjahrslauf mit einer Zielzeit von 35:47 über ca. 9,8km nach einer Ruhewoche zeigt sich eine positive Tendenz. Damit sind derzeit ca. 3:40 min/km über 10 km kein allzu großes Problem, zumal bei den bisherigen Wettkämpfen die ersten 6 bis 8 km eher zurückhaltend waren und dann gegen Ende noch ein klein Wenig oben drauf gelegt werden konnte. Ob es im Rahmen des Leipzig Marathons zu einer 35:00 über die 10 Kilometer reichen wird, lässt sich noch nicht genau vorhersagen. Aber unabhängig davon ist der aktuelle Weg zumindest nicht ganz der Falsche.

Beim Training wird ab sofort wieder zum Peter Greif zurück gewechselt. Nach genauer Betrachtung aller Möglichkeiten scheint dies der vielversprechendste und zudem auch bewährteste Weg zurück zur Topform zu sein. Der jetzige Zeitpunkt bietet sich dafür auch an, da die Formkurve eh noch den einen oder anderen Monat braucht um wieder richtig mitmischen zu können.

Montag, 2. März 2015

Winterlauf und Mazdalauf Eilenburg, der mühsame Weg nach vorn :)

Das Projekt "auf zu neuen Ufern über 10km" quält sich weiter voran. Dem Winterlauf mit knapp über 37 Minuten folgte eine Erkältungswoche. Somit waren noch keine sinnvollen Rückschlüsse auf den aktuellen Leistungstand möglich. Zudem ist mal wieder Wiedereinstieg ins Training angesagt. Von Routine im Training noch keine Spur zu sehen. Nur nicht den Optimismus verlieren und weiter dranbleiben.

Nächster Versuch Mazdalauf. Eigentlich eine schnelle Strecke mit vielen potentiellen Gruppen zum Mitlaufen. Aber nix wars. Frischer Gegenwind und keine "Mitlaufgelegenheit". Zudem waren die Beine recht schwer und auf den letzten beiden Kilometern wollte auch der Kreislauf nicht mehr so richtig mitmachen. Dann noch etwas zu schnell angegangen mit ca. 3:30 min/km  auf der ersten 2km-Runde und in der Vorwoche etwas mit der Vorbelastung verspekuliert. Dafür sind die 36:18 dann wieder recht passabel. :)
Eigentlich eine vorzügliche Lehrveranstaltung um zu zeigen, was man besser machen kann.

Keine Frage, der nächste Schritt muss sein, die 35 Minuten anzugehen. Der mögliche Termin ist der 10km-Lauf beim Leipzig-Marathon. Die Läufe bis dahin sollen mehr als Training unter Wettkampfbedingungen genutzt werden. Das Training erfolgt derweil nach dem Prinzip Hoffnung, mit dem Aspekt es nicht zu übertreiben. ;)

Donnerstag, 29. Januar 2015

Landesmeisterschaften über 3000m (2015) – 10:00,20 :)

Nach zähem Ringen mit einem unbekannten Virus im Dezember und zu Jahresbeginn stellt sich langsam Besserung ein. Dieses Jahr soll es ja endlich mal wieder auf den kürzeren Strecken bis 10 km vorwärts gehen. Passend dazu gibt es auch starken Zuwachs im Verein im Bereich unter 35 min auf 10 km. Derzeit sind die Kollegen noch unerreichbar und es gilt für mich schön die Bälle flach zu halten im Training. Aber die Motivation ist einfach wesentlich höher. Also erstmal kein Training nach Greif, stattdessen werden die Unterlagen für die Zukunft abgelegt. Vielleicht komme ich noch mal in die Verlegenheit als Trainer zu fungieren. :) Ein wenig Reinschnuppern konnte ich in den letzten Wochen aufgrund verletzungsbedingter Personalnot im Verein.
Die Landesmeisterschaften in Chemnitz dienen jetzt zur Standortbestimmung. Genaue Prognosen zu realistischen Zielen waren nur schwer möglich, jedoch zeigte sich im Training, dass 3:20 min/km über die 3.000m nicht vollkommen illusorisch sind. Somit stand ich mit einer festen Aufgabe am Start des für seine extrem trockene Luft berühmten Rennens. Premiere in der M30. Das Rennen findet zusammen mit der M35 statt, zudem sind Medallienplätze von vornherein ausgeschlossen. Die Zuteilung des Startplatzes ganz außen in der ersten Reihe kommt mir nicht ganz ungelegen. Das macht das hinten Einsortieren angenehm risikoarm und übersichtlich, wobei sich das ganze Starterfeld ruhig und souverän sortiert. Nach wenigen Metern liege ich an vorletzter Stelle, das Feld bleibt recht dicht beisammen. Im Idealfall kommen nun 15 saubere Runden in jeweils 40s. Nach 400m liege ich 2s vor dem Plan und laufe langsam auf Schrambo samt Verfolger auf. Die Pace der beiden passt bis in die drittletzte Runde sehr gut, dann werden die beiden etwas langsamer. Was nun? Die Geschwindigkeitsdifferenz zum Plan und auch meiner Leistungsmöglichkeit ist marginal, außen überholen in den Kurven fast nicht möglich. Zu Beginn der vorletzten Runde bleibt nix mehr anderes als Risiko übrig. Die Rundenzeiten liegen inzwischen 2 Sekunden hinter Plan und bis zum Ziel ist nicht mehr weit. Forsch vorbei an den beiden, aber immer unter der Maßgabe noch ein wenig Luft für die letzte Runde zu lassen. Es wird nun sehr eng mit der 10:00 aber die letzten Kräfte reichen nicht ganz für eine einstellige Zeit. 0,2 Sekunden zu langsam. :)
Wie jedes Jahr an gleicher Stelle kämpft man nun darum, nicht zusammenzubrechen und sich der trockenen Luft zu ergeben. Auch das klappt und nun wird wieder Wasser gesoffen wie ein Kamel. Das setzt einen bei der Heimfahrt mächtig unter Druck. Auf dem Ergebnis lässt sich aufbauen und die Saisonplanung auch besser mit Zeiten füttern. Das nächste Rennen wird der Winterlauf über die 10km, mal schauen wie der Start in die M30-Stadtranglistenwertung wird.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Stadtwerkelauf und München Marathon 2014

So geradlinig und zielführend die Vorbereitung für den Leipzigmarathon vonstattenging, so zäh und auch suboptimal verlief die Vorbereitung des München Marathons. Die Frühjahrssaison zog sich zu lange hin und der notwendige Urlaub kam wohl ein paar Tage zu spät. Somit hätte alles aalglatt laufen müssen um in München topfit zu sein. Stattdessen fiel der ein oder andere lange Lauf aus und so manche Laufeinheit endete vorzeitig mit Trainingsabbruch wegen Magen-, Darm- oder Kreislaufproblemen.

Dann wenigstens die Stadtrangliste so gut es geht rocken! Zum lebenslangen Abschied aus der Hauptklasse nochmal in die Top 3, so dass Ziel. Wer weiß, vielleicht geht ja sogar noch mehr. Derzeit gibt es genügend schnelle(re) Konkurrenz, aber es zählen nur die Platzierungen in den Wertungsläufen!

Also ran an den Speck auf der Heimstrecke beim Stadtwerkelauf. In der Woche zuvor zeigte sich, dass eine Zielzeit unter 38 Minuten nicht ganz übertrieben ist. An der Startlinie der instinktive Blick in Runde der Mitstarter und siehe da, Vincent nicht dabei, Sven nicht dabei ... aber Christian aus Taucha. Damit steht fest, Platz 3 kann in der Stadtrangliste weitestgehend gesichert werden. In der Anfangsphase passte alles ganz gut, schön im noch erträglichen Tempo hinter Christian auf dem zweiten AK-Platz rollte es erstaunlich gut. Zu Beginn der 2. Runde wurde Christian nun etwas langsamer während ich das - nun im Vergleich höhere - Tempo halten konnte. Dementsprechend konnte ich nun vorbeigehen und auch einen kleinen Vorsprung erlaufen. Sachlich nüchtern flog ich dann über die Ziellinie und 21 wichtige und äußerst nützliche Punkte waren erreicht.

Für München galt es nun den Weg des geringsten Leidens zu finden. 4:15 min/km sind weit genug von der aerob-anaeroben Schwelle entfernt und dennoch schnell genug um das Elend zeitlich zu begrenzen. Die Ansage also: Kurs auf 3h und am Ende schauen was Körper und Geist noch zulassen. Im Vergleich zu Leipzig ist die 3h-Gruppe "etwas" größer. Anstelle von einem Pacemaker gibt es gleich deren vier. Die ihnen folgende Gruppe, die sich in das endlose Läuferband nahtlos integriert, könnte auf der ersten Hälfte mit rund 100 Läufern beziffert werden. Einreihen und Genießen - ein Marathon ohne Druck, so das Motto der heutigen Reise.
Alles läuft friedlich, wenn auch nicht übermäßig leichtfüßig, eher stupide abarbeitend. Die Pacemaker machen ihr Ding hervorragend und die Sonne lacht (uns aus). Bei Kilometer 38 dann eine dezente Beschleunigung, auch weil die Pacemaker nun etwas rausnehmen. Weh tut's so oder so, dann wenigstens schnell! Leider überholte ich noch Sven, der einen zweiten Versuch auf die Sub 2:40 angegangen ist. Da kam sofort die Erinnerung an das letzte Jahr in voller Härte zurück ins Bewusstsein. Zumindest bei mir lief es aber wie auf Schienen. Das Wort Genugtuung mit Blick auf die unglückliche Vorbereitung trifft es wohl am besten. In 2h58min32s war es nun geschehen, der letzte Marathon und auch lange Lauf deutlich über 30 km für die nächsten Monate ist vorbei. :)

Jetzt heißt es erstmal wieder ein wenig runterzufahren, die beiden letzten Stadtranglistenläufe des Jahres gut über die Bühne zu bringen und dann im nächsten Jahr die 10er-Zeiten zu verbessern.

Montag, 14. Juli 2014

Halbmarathon Senftenberg

Am 12. Juli fanden in Senftenberg und Umgebung die Lausitzer Seenland 100 statt. Neben der reinen Lauferei gibt es auch Schwimm-, Rad- und Skatewettbewerbe. Für mich sollte es der klassische Halbmarathon sein. Die ursprüngliche Motivation zur Teilnahme an gerade diesem Wettbewerb, war ein Bestzeitversuch auf offiziell vermessener Strecke. Die Auswahl an freien Wochenenden blieb sehr überschaubar. Die Wahlmöglichkeiten reduzierten sich umso mehr. Also wieder einmal rein ins Auto und nach langer Fahrt so frisch wie es nun mal geht an den Start.

Dass es sehr schwer wird mit dem neuen persönlichen Rekord, stand schon Tage vorher fest. Erst am Dienstag gab es den Rundumschlag in Sachen Impfungen - der Urlaub wirft seinen weiten Schatten bereits voraus. Unter anderem kann mir Gelbfieber erstmal nichts anhaben ... :) Dafür waren die Arme von Mittwoch bis Freitag außer Gefecht, Großalarm im Deltamuskel bei jeden Gedanken an eine Bewegung gab's ordentlich Feedback. Die Kombination aus "interessantem" Wetter und einer ordentlichen Ladung Fremdkörper in der Blutbahn ließen nur ein minimales Vorbereitungsprogramm zu. Die Zeitziele für Sonntag vergrauten langsam, aber am Start gab's kein Zweifel.
Anreise und Startvorbereitung verliefen wie ein Länderspiel. Nun hieß es nur noch gut in den Lauf hineinkommen und schauen was gehen könnte. 10km-Läufer und Halbmarathonis starteten zusammen und waren optisch nicht zu unterscheiden. Dafür gab es jeweils ein Begleitfahrrad für den jeweils Führenden. Der Startschuss fiel und schnell fanden sich zwei vorauseilende Läufer. In einer kleinen 3er-Gruppe nur 50 m dahinter dann meine Wenigkeit. Die Strecke war eine Pendelstrecke von 21,1 km Länge für die bereits zwei Stunden zuvor gestarteten Marathonis und entsprechend markierten Wendepunkten für Halbmarathon, 10km, 5km und 2 km.
Wer nun gerade welche Strecke läuft ließ sich nicht feststellen. Der Begleiter für Halbmarathon entschwand ohne Läufer nach vorne hinterm Horizont. Blieb somit nur Abwarten übrig, wer mir dann kurz vor 5km wieder entgegenkommt. Ich nutzte die Herzfrequenz zur Tempoorientierung, man weiß ja nicht wie gut die Impfung(en) überstanden ist. Meine beiden Begleiter reduzierten ihr Tempo langsam, sodass ich nun allein an dritter Stelle unterwegs war. Mit großer Freude nahm ich dann zur Kenntnis dass mir zum einen die beiden Vorauseilenden bei km5 wieder entgegen kamen und zum anderen, dass ich nun Fahrradbegleitung hatte. Die Beine wurden etwas schwerer ab km8 und das Traumziel von ca. 1:17h endgültig zu den Akten gelegt. Ohne übertriebene Quälerei durchzukommen stand nun oben auf der Tagesordnung. Die ruhige und sehr gut zu laufende Strecke wurde nun mit mehr Leben gefüllt. Die Teams vom Bike&Run kamen nun entgegen, später auch die ersten Marathonis. Bis zur Wende vergrößerte sich der Vorsprung auf ca. eine Minute.
Dem Feld entgegen zu laufen ist schon kurios. Man sieht die Gesichter und Bewegungsabläufe der Anderen und hat dabei kein Gefühl, wie groß die Abstände wirklich sind. Mein Tempo blieb auf stabil-hohem Niveau, obwohl die Kraft spürbar nachließ. Vorbei an Läufern und Walkern ging es zurück zum Startpunkt. Nach 1:19:48 überquerte ich zufrieden die Ziellinie. Vielleicht wären ein paar Sekunden noch drin gewesen, aber bei weitem nicht genug für eine neue persönliche Bestzeit.


Bei der Siegerehrung gab es neben einer Urkunde auch noch ein sehr großes Paket mit Riesaer Nudeln. Der gigantische handbemalte Glaspokal aus Meißen muss leider nachgeschickt werden, da die Exemplare für den Halbmarathon nicht zugänglich waren - ein Einsatz der Rettungssanitäter war wohl der Grund. Ich lass mich überraschen - das Paket soll schon unterwegs sein.