Freitag, 5. Juni 2015

Firmenlauf 2015 - 5km in 16:50min

Ohne jetzt erstmal eine Streckenlängendiskussion zu führen, lege ich einfach mal fest, dass es sowohl genau 5000m waren, als auch dass die Strecke nicht für Bestzeiten zulässig ist.
Somit sind die 16:50min zwar persönlicher Rekord aber nix zum Prahlen. :)

Nun zum Rennen. Knapp 20 Minuten vor dem Start hab ich mich noch vorne reingequetscht, um dann nach langem Warten noch dem Veranstaltungsschlager zu lauschen. Krasses Ballermann-Niveau. Aber nun sind wenigstens alle wach für den Start. Die Ziele im Vorfeld waren allesamt reichlich konservativ. Unter 18 Minuten soll es auf jeden Fall sein, unter 17:30 eventuell und ansonsten schauen was geht. Eines war aber erklärtes Ziel: da es gerade privat sehr turbulente Zeiten sind, sollte ein leidenschaftlicher Lauf her. Keine Kompromisse, wenn es völlig schief geht, soll es halt so sein.
Flott beginnen und nicht nachlassen, also die Taktik. Gedacht, getan. Da wieder viele Läufer auf eine Sub-14 angingen, versammelte sich erstmal reichlich Personal vor mir auf der Strecke. Aber bereits nach 100m ging das große Einsammeln los. Nicht gleich ganz ans Limit gehen, aber wie gesagt, Angriff! Läufer um Läufer sammle ich ein und dann etwas ungläubig bei der 3000m-Markierung auf die Uhr geschaut: 9:47min. Kann eigentlich nicht sein, aber auch die anschließende Auswertung bestätigt dies. Egal, es gibt eh nur die Flucht nach vorn. :) Das leichte Auf und Ab, die engen Kurven und auch der sehr unangenehme Essensgeruch auf den letzten 1000m machen keine Probleme. Höchst zufrieden mit der Anzeige auf der Zieluhr geht es über die Ziellinie. Unter 17min und am Ende Platz 12 von 12.000! :) Kann ja nicht alles schief gehen.
Dann beginnt die nicht enden wollende Plauderei mit den ganzen bekannten Gesichtern, diesmal aber eben nicht im Vereinstrikot.

Die nächsten Wochen werden von vielen Wettkampfteilnahmen geprägt sein. Sportlich also die Sau rauslassen um den Kopf wieder zu befreien und unter Menschen zu kommen.

Montag, 11. Mai 2015

Stadtmeisterschaften 5.000m (17:26) und Landesmeisterschaften 10.000m (35:54)

Nach den schwer zu deutenden 10 Kilometer beim Leipzig Marathon folgten nun 14 Tage später die Stadtmeisterschaften über die 5.000 m und nochmals eine Woche später die Landesmeisterschaften über 10.000 m. Nicht ganz unrealistisch schien aktuell eine 35:30 min über 10 km bei optimalen Bedingungen als aktueller Leistungsstand. Gemäß der VDOT-Tabellen von Jack Daniels sollten bei einem Wert von 59,5 somit 17:10 min über 5.000 m, bzw. 35:37 min über 10.000 m bei sehr guten Bedingungen durchaus drin sein.

Beim Wettkampf wurde es dann doch etwas zäher als erhofft. Der leichte Wind und die etwas schwüleren Verhältnisse taugen nicht als Ausrede für größeren Rückstand, machen es aber eben auch nicht einfacher. Die erste Runde ging traditionell einen Hauch zu schnell weg, was sich in der zweiten Runde aber wieder regulierte. Doch schon in der vierten Runde waren die erforderlichen 1:22,5 min pro Runde nicht mehr zu halten. Inzwischen lief auch fast jeder für sich sein eigenes Rennen. Wenigstens ließen sich 1:24er Rundenzeiten stabil laufen und die Führung in der M30 war relativ sicher. So plätscherte das Rennen ereignislos vor sich hin und war nach 17:26 min (endlich) vorbei. Der Titel Stadtmeister in der M30 soll an dieser Stelle nicht weiter ausgelutscht werden, dafür würde ich von mir selbst schon eine Zeit deutlich unter 16:30 erwarten, aber Siegen bedeutet eben auch einfach nur der Erste im Ziel zu sein, wozu man erstmal starten muss. :) Fast schon deutlich wichtiger sind da die 21 Stadtranglistenpunkte, da ich wohl einige Läufe in diesem Jahr auslassen werde.

Die Formkurve scheint somit schon leicht am Sinken zu sein, obwohl von einem echten Leistungshoch keine Rede sein konnte. Das Ziel für die 10.000 m war somit ein solides Ergebnis um die 36 Minuten, vielleicht ja sogar die Saisonbestzeit nochmal ein wenig zu unterbieten.

Für gute Stimmung war gesorgt, da ich zusammen mit Maik (bester Deutscher beim Leipzig Marathon mit einer 2:27er Zeit) und Sebastian (Sieger beim Halbmarathon und nur ganz knapp an der Sub 1:10 gescheitert) nach Limbach-Oberfrohna reiste. An guter Laune wird es also nicht scheitern. Die beiden hatten auch ein Ziel - ein wenig schneller versteht sich - mit 3:12 min/km, also 32 Minuten. :) Während man bei den Leipziger Stadtmeisterschaften das Gefühl hat, gerade so als Läufer geduldet zu sein, herrscht hier in idyllischer Atmosphäre ein freundlich und umgänglicher Ton. Am Start braut sich langsam was zusammen, Gewitter naht. Aber noch ist alles trocken, nur der Wind nimmt etwas zu. Für 36 Minuten im Ziel müssen nun 25 Runden in maximal 1:26,4 min her. Es bildet sich eine größere Gruppe, wobei Max aus Markleeberg erst einmal führt. Ich an zweiter Stelle will mir das Elend hinter mir gar nicht erst ansehen und beschränke mich auf die akustischen Signale von hinten. Nach zwei Runden wird Max etwas langsamer und ich gehe nach vorn. Ab jetzt wird‘s extrem langatmig. 20 Runden lang Führungsarbeit und hinter mir nur mehrstimmiges Schnaufen. Die Rundenzeiten passen genau. Durchgang 5.000 m nach 18:00 min und es geht unbeirrt weiter. :) KM 7 war dann mental extrem hart. Kein Ende in Sicht und nix passiert. In schöner Regelmäßigkeit ziehen die Vereinskameraden an uns - zumindest einer hinter mir ist lautstark atmend zu hören, Max wird von seinem Trainer angehalten in der Gruppe zu bleiben - vorbei. So 1000 m vor Schluss passiert dann sogar mal was. Max zieht vorbei und setzt zum Endspurt an. Ein wenig kann ich zwar auch noch beschleunigen, aber zu mehr als dem Abschütteln der Verfolger reicht es dann doch nicht. Nach 35:54 min im Ziel angekommen, stellt sich ein leichtes Gefühl der Zufriedenheit ein. Beruhigend ist vor allem das Wissen, dass die Erlebnisse der 10 km beim Leipzig Marathon wohl nur eine Ausnahme waren. Leider verpasse ich den zweiten Platz um ca. 10s in der M30. Das tut aber nicht weiter weh. Maik und Sebastian sind bei ihrem ebenfalls Jungfern-10.000m-Lauf nur knapp an der 32-minuten-Marke gescheitert, aber ebenfalls zufrieden. Das gemeinsame Auslaufen war wieder die reinste Freude. :D

Montag, 20. April 2015

10 km beim Leipzig Marathon - leidvoller Abgang nach 35:56min

Manche Erfahrungen möchte man einfach nicht machen. Es ging sehr flott los - die Auswertungssoftware zeigt eine 3:17 für den ersten Kilometer an. Aber bei einem Zehner kann man das schonmal machen, wenn sich die Gelegenheit auf eine passende Gruppe bieten kann und es zudem noch leicht bergab geht. Auf den folgenden Kilometern pegelt sich das Tempo nahe der 3:30 min/km ein und es wird zunehmend einsamer auf der Laufstrecke. Die einen zu schnell, die anderen scheinbar zu langsam. Nur die Sonne prasselt völlig unbeeindruckt danieder. Auf der zweiten Hälfte geht es ab durch die Halbmarathonmeute. Klingt nach Chaos und Hindernisparcour, war aber gar kein Problem. Viel Platz und alles gut berechenbar. Dankenswerter Weise lief Olaf direkt vor mir. Bei ca. 8,5 km dann die große Ernüchterung. Beginnend mit leichtem Seitenstechen dauerte es nur wenige hundert Meter bis der gesamte Oberkörper von zerreißendem Schmerz durchzogen ist. Das Tempo immer weiter reduziert ... keine Besserung. Sämtliche Optionen rattern durch den Kopf und kein Ausweg in Sicht. Aussteigen wäre genau so sinnlos wie langsames Gehen. Irgendwie ins Ziel kommen scheint die logischste Variante, aber auch dies wird zum erbarmungslosen Kampf. Die Zielgerade gleicht dem Weg zur Hölle und auch die ersten zehn Minuten im Ziel wird es nur sehr langsam besser. Die gelaufene Zeit spielt erstmal überhaupt keine Rolle, nur soll dieser S...... so schnell wie möglich vorbei sein.



Die Ursachensuche ist wohl vergleichsweise aussichtslos. Zuvieles kommt in Frage. Der sehr schnelle Anfang kann es eigentlich nicht sein, dann wären schon deutlich früher die Probleme gekommen. Zudem waren weder Beine noch Kreislauf ungewöhnlich beansprucht. Bleibt wohl nur Abhaken und auf Nimmerwiederkehr zu hoffen.

Trotz der Probleme unter 36 min geblieben zu sein tröstet zwar ein wenig, aber das Erlebnis zu verdauen wird wohl noch ein paar Tage dauern. Mal sehen, ob bei den nächsten lockeren Trainingseinheiten wieder alles im Normalbereich liegt.


Der Blick bleibt natürlich nach vorn gerichtet. Die 5000m bei den Stadtmeisterschaften und eine Woche später bei den Landesmeisterschaften sind die nächsten Ziele. Es bleibt spannend.

Montag, 23. März 2015

Messepokallauf und Frühjahrslauf

Viele kleine Schritte in die Richtung sind ja auch mal ganz schön. Sowohl beim Messepokallauf mit einer Zielzeit von 37:36 min nach einer anstrengenden Trainingswoche, als auch beim Frühjahrslauf mit einer Zielzeit von 35:47 über ca. 9,8km nach einer Ruhewoche zeigt sich eine positive Tendenz. Damit sind derzeit ca. 3:40 min/km über 10 km kein allzu großes Problem, zumal bei den bisherigen Wettkämpfen die ersten 6 bis 8 km eher zurückhaltend waren und dann gegen Ende noch ein klein Wenig oben drauf gelegt werden konnte. Ob es im Rahmen des Leipzig Marathons zu einer 35:00 über die 10 Kilometer reichen wird, lässt sich noch nicht genau vorhersagen. Aber unabhängig davon ist der aktuelle Weg zumindest nicht ganz der Falsche.

Beim Training wird ab sofort wieder zum Peter Greif zurück gewechselt. Nach genauer Betrachtung aller Möglichkeiten scheint dies der vielversprechendste und zudem auch bewährteste Weg zurück zur Topform zu sein. Der jetzige Zeitpunkt bietet sich dafür auch an, da die Formkurve eh noch den einen oder anderen Monat braucht um wieder richtig mitmischen zu können.

Montag, 2. März 2015

Winterlauf und Mazdalauf Eilenburg, der mühsame Weg nach vorn :)

Das Projekt "auf zu neuen Ufern über 10km" quält sich weiter voran. Dem Winterlauf mit knapp über 37 Minuten folgte eine Erkältungswoche. Somit waren noch keine sinnvollen Rückschlüsse auf den aktuellen Leistungstand möglich. Zudem ist mal wieder Wiedereinstieg ins Training angesagt. Von Routine im Training noch keine Spur zu sehen. Nur nicht den Optimismus verlieren und weiter dranbleiben.

Nächster Versuch Mazdalauf. Eigentlich eine schnelle Strecke mit vielen potentiellen Gruppen zum Mitlaufen. Aber nix wars. Frischer Gegenwind und keine "Mitlaufgelegenheit". Zudem waren die Beine recht schwer und auf den letzten beiden Kilometern wollte auch der Kreislauf nicht mehr so richtig mitmachen. Dann noch etwas zu schnell angegangen mit ca. 3:30 min/km  auf der ersten 2km-Runde und in der Vorwoche etwas mit der Vorbelastung verspekuliert. Dafür sind die 36:18 dann wieder recht passabel. :)
Eigentlich eine vorzügliche Lehrveranstaltung um zu zeigen, was man besser machen kann.

Keine Frage, der nächste Schritt muss sein, die 35 Minuten anzugehen. Der mögliche Termin ist der 10km-Lauf beim Leipzig-Marathon. Die Läufe bis dahin sollen mehr als Training unter Wettkampfbedingungen genutzt werden. Das Training erfolgt derweil nach dem Prinzip Hoffnung, mit dem Aspekt es nicht zu übertreiben. ;)