Sonntag, 1. Februar 2009

es geht doch!

Die Laufpremiere 2009 ist geglückt! Zu spät am Start und ca. 44 - 45 min für knappe zehn Kilometer kann man auch anders deuten, aber darum ging es mir gar nicht. Es läuft! Keine Beschwerden, Missgeschicke oder sonstige frustrierende Umstände.

Was die Laufform angeht, sind die Entwicklungsmöglichkeiten (schönes Wort für Defizit :)) sehr vielversprechend. Am Donnerstag beim Laufseminar waren 15 km mit wechselndem Tempo auf der Tagesordnung. Es war hart und auch das absolute Limit. Aber durchgehalten!

Der Freitag diente zum Lockern der Beinmuskulatur. Spinning und Swimming. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr werde ich die Belastung beim Spinning erhöhen. Gerade die Leistungsdiagnostik mit den unerwartet hohen Intensitäten für die Grundlageneiheiten werde ich hier übernehmen. Auf dem Rad und im Wasser ist die Beanspruchung für den Bewegungsapparat ja nicht so groß. Die Verlockung draußen Laufen zu gehen ist bei den Bedingungen auch nicht gewaltig, so dass ich über diese Alternative sehr erfreut bin.

Am Samstag zum Winterlauf am schönen Auensee. Die Anreise hat sich ein wenig verzögert, da ich auf einem kleinen Teilstück (vielleicht 2,5 km) ganze 15 min verloren habe. Dank Glatteis ging es kurz zum Wandern neben dem Rad durch den Wald, aber was solls. Auf dem Siegerpodest würde mich sowieso keiner vermissen. :) Vor Ort angekommen, schnell den Crossanhänger abgeholt und auf kürzestem Weg zum Start. Das Fahrrad kommt zum Stehen, die Läuferschar stürzt los. Schnell lauffertig machen und los geht das Vergnügen. Einfach nur an der anaeroben Schwelle kratzten und gut durchkommen. Nach 300 m habe ich das Ende des Feldes erreicht. Vorwärts immer, rückwärts nimmer! Nach ca. 45 min war das Vergnügen vorbei. Nun aber nix wie schnell nach Hause in die warme Badewanne. Zufrieden mit ein paar Pünktchen in der neuen Stadtranglistenwertung.

Erst war ich sehr skeptisch am Sonntag auch nur auf die Idee zu kommen, Laufen zu wollen. Aber siehe da, die Beine sind gut drauf. Es wurden 20 km mit einem Schnitt um die 5 min/km. Auch hier war die fehlende Form deutlich spürbar, bin jedoch gut durchgekommen. Dank Begleitung, muss ich sagen. Allein auf breiter Flur wäre ich wohl mit der Zeit ein wenig langsamer geworden. Mit Gruppendynamik zum Erfolg! Danke!

Seit diesem Jahr werde ich zusätzlich durch das kmspiel motiviert werden. Mal schauen, ob mein Beitrag am Ende etwas bringt. :)

Sonntag, 18. Januar 2009

on the road again ...

In Zeiten von Glatteis und Bänderdehnung ist in dieser Woche ein Wunder geschehen. Zweimal ging es auf die Laufstrecke und da schau her: alles heile geblieben. Zu Haile wirds in diesem Leben wohl nicht reichen, aber mit "heile" bin ich sehr zufrieden.

Ganze 32 Laufkilometer sind es geworden. Dem gegenüber stehen 8 Schwimmkilometer, welche zunehmend schneller absolviert werden konnten. Gut, die zweieinhalb Kilometer in einer Stunde sind im globalen Maßstab keine Sensation, aber für meine Verhältnisse doch ein großer Fortschritt. Vielleicht lerne ich auch irgendwann einmal das Kraulen. Dafür bräuchte ich aber definitiv einen (nervenstarken) Schwimmtrainer.

Bald geht ja auch schon wieder die Stadtrangliste los, dann zeigt sich der Trainingsrückstand auch in Zahlen. Ich freu mich drauf!

Montag, 5. Januar 2009

Start ins neue Jahr!

Auf geht's! .. oder vielleicht doch nicht?

Zumindest nicht in vollen Zügen. Anstelle des Teamwettbewerbes in Berlin steht mir ein behutsamer Wiedereinstieg in den Trainingsplan bevor. Die nächsten Tage in dieser ersten vollständigen Woche 2009 ziert ein gelb-grüner Tapeverband meinen Fuß. Laut Arzt des Vertrauens sollte dann alles wieder gut werden.
Aber in diesem Zustand einen Marathon zu laufen wäre wohl kaum eine Wohltat. Bänder im Fuß sind das Eine, aber 42,2 km sind dann doch zuviel des Guten.

Heute bin ich schon mit einer Stunde Spinning zufrieden und die weiße Pracht dort draußen ist mir auch im Normalzustand etwas zu riskant zum Laufen. Während des gepflegten Indoorsportes wurde mir aber bewusst, dass abseits des Laufens noch vieles suboptimal ist.

In den nächsten Wochen werden viele Stabilisationsübungen notwendig sein, gerade was Bein- und Rumpfmuskulatur betrifft. Es fühlt sich alles ein wenig zu instabil an. Passend dazu fehlt mir die Beweglichkeit. Die Patellasehne lässt da schon einmal grüßen ... :)
Und die ewige Baustelle darf auch nicht außer Acht gelassen werden: mein Körpergewicht. 94 kg sind zuviel. Ich hab eigentlich Schlimmeres befürchtet, aber das ist schon mal ein gutes Zeichen. Wenn selbst in schlimmsten Trainingsausfallperioden keine rasanten Anstiege zu sehen sind, dann muss es der Herr doch gut mit mir meinen ...

Für die Ziele des neuen Jahres wird es somit eine kleinere Veränderung geben. Der Leipzigmarathon wird nur mit dem Ziel "schneller als letztes Jahr" angegangen. Mir fehlen nun doch schon zu viele Trainingseinheiten in dieser Vorbereitung. Aber wer weiß was dann im zweiten Halbjahr 2009 möglich sein wird.


In diesem Sinne

Dienstag, 30. Dezember 2008

2008 ... das war's.

Jetzt ist es wieder soweit: ein weiteres Jahr landet in den Archiven. Aus sportlicher Sicht war es ein Jahr mit vielen Höhen, aber auch mit zahlreichen Tiefen.

Am Anfang war das Wort! In meinem Fall "Laufseminar zum Leipzigmarathon". Ich wollte es einfach mal probieren. Keine Ahnung wo es am Ende hingehen sollte, aber eines stand fest: Ich bin beim Leipzigmarathon dabei. Erstes Ziel waren die 10 km. Aber von Woche zu Woche war immer mehr drin. Am Ende sollte es die volle Distanz sein. Die Endzeit von 3:26:18 war für meine Verhältnisse genial. Das Wichtigste für mich war aber die Freude am Laufen. Warum also damit aufhören?

Aber die nächsten 3 Monate standen ersteinmal im Zeichen des Radsportes. Hier die gleiche Devise: vernünftiges Training und dann einfach und unbeschwert zum Wettkampf. Mit reichlich Laktat im Blut die Seele baumeln lassen ... Das Leben kann so schön sein!
Neuseen-Classics und Glocknerkönig unfallfrei überstanden und die 2007er Ergebnisse deutlich verbessert. Was will der Hobbysportler mehr?

Das zweite Laufhighlight sollte eigentlich der Rostockmarathon werden, wurde aber leider vom Veranstalter abgesagt. Warum auch immer. Jetzt hab ich nen Gutschein für 2009 und nen dezenten Hinweis auf den 1. August 2009. Falls noch jemand dabei sein will 2009, ich hab jetzt sogar nen 10 Euro - Gutschein für eine weitere Person!

Neben dem Schnupperkurs beim Leipziger Triathlon standen noch Stundenlauf und Stadtrangliste auf dem Plan. In meinen Augen sind das alles prima Gelegenheiten sich auszutoben und mal so richtig vom Alltagsstress abzuschalten. Um Platzierungen brauche ich mir ja zum Glück keinerlei Gedanken zu machen ... :)

Als Jahrestiefpunkt steht bei mir das letzte Quartal des Jahres. Seit Oktober ist an regelmäßiges Training nicht zu denken. In Kurzform:
Erkältung (KW43) - Patellasehnensyndrom (KW44-45) - Knieprellung (KW50-51) - linker Fuß umgeknickt (KW01)

Damit steht das erste Problem auch schon vor der Tür: Team-Marathon Berlin am 17. Januar. Eigentlich kein großes Problem, wenn man es wirklich entspannt angehen kann und so groß ist mein derzeitiger Trainingsrückstand ja auch nicht. Aber ein Blick auf meinen rechten Fuß samt Schwellung lässt mich an der Vernünftigkeit dieses Unternehmens zweifeln. Mal schauen wie sich das Ganze in den kommenden Tagen entwickelt. Anmeldeschluss ist der 10., damit müsste die Entscheidung sehr schnell fallen ...

Montag, 15. Dezember 2008

Autsch ...

Da kommt man nix Böses ahnend abends nach dem Tempotraining nach Hause, rollt langsam in die Tiefgarage mit dem Rad und wird schneller ... immer schneller!!! Vorder- und Hinterradbremse am Anschlag (zumindest am Lenker) und nix passiert ... rein garnix! Der Tacho erreicht die 25er Marke und es gibt zwei Optionen:
  1. intensive Umarmung mit dem nächstgelegenen Betonpfeiler
  2. selbstbewusstes Abtauchen in den Betonfussboden
Nach reichlicher Bedenkzeit von einer halben Sekunde habe ich mich für Variante 2 entschieden. Auch mein Fahrrad schien dafür zu sein, schließlich gab es keinerlei Gegenwehr. Es herrschte also zuversichtliche Eingikeit aus der Nummer gesund und voll funktionsfähig wieder herauszukommen. Mit gewissen Einschränkungen bei Gesundheit und Funktionsfähigkeit wurde der Plan dann auch in die Tat umgesetzt. Sowohl A- als auch B-Note konnten überzeugen! Ich würde schon von EM-reif sprechen wollen.

Bilanz des insgesamt zehnsekündigen Spektakels:
  • leichte Prellung des linken Knie, aber keine Brüche oder dergleichen
  • verbogene Schutzbleche
  • keine Kratzer im Beton
Für das Training bedeutet dies aber erstmal eine Woche pausieren und dann am kommenden Dienstag wiedereinmal vorsichtig einzusteigen. Ist ja erst der vierte Wiedereinstig in den letzten 8 Wochen. Da geht also noch was!
Bis dahin wird mal intensiver studiert, man kann das Ganze ja auch als Chance betrachten ...